Warum die Demos gegen Pegida nichts bringen

Von Falk Heunemann am 15. Januar 2015

Viele Medien verstehen die Pegida-Debatte offenbar als Wettkampf: Es gewinnt, welche Mannschaft mehr Leute auf die Straße bringt. Für sie ist wichtig, wer zu welcher Seite gehört. Die wahren Fragen gehen dabei unter

Solch ein Satz darf derzeit in keinem Medium fehlen: „100.000 Menschen haben bundesweit gegen die islamkritischen ‚Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes’ (Pegida) demonstriert. Zeitgleich gingen in Dresden mehr als 20.000 Pegida-Anhänger auf die Straße.“ Jede Publikation, ob online oder offline, ob Print oder elektronisch, hält uns derzeit nahezu pausenlos auf dem Laufenden, wie sich die Demonstrationszahlen in einzelnen Städten entwickeln. Man wundert sich fast, dass sie noch keinen Demo-Liveticker eingerichtet haben, der die jeweils aktuelle Schätzung von Polizei und Veranstaltern im Minutentakt meldet.

Die Debatte zu Pegida ist offenbar zu einem reinen Zahlen-Wettstreit verkommen: Es gewinnt, wer am Ende die höchste Teilnehmerzahl verkünden kann. Aus medialer Sicht ist das verständlich: Diese Zahlen sind leicht und verständlich (anders als inhaltliche Argumente), sie lassen sich prima gegeneinander aufrechnen (anders als inhaltliche Argumente), und ändern sich ständig (anders als inhaltliche Argumente). Und: Sie sind einfach zu erhalten, man muss sie nicht einmal recherchieren – Polizei und Veranstalter liefern sie frei Haus.

Dabei bringen uns die Gegendemos kein Stück weiter. Sicher, die Pegida-Gegner können sich so ihrer eigenen Stärke versichern. Aber seit wann hat eine Mehrheit automatisch Recht? Seit wann ist es wichtiger, wie viele Leute auf einer Seite stehen, als seine Haltung gut zu begründen? Vor allem: Ist Mehrheit sein bereits ein stichhaltiges Argument, um die Gegenseite zum Meinungs- und Seitenwechsel zu bringen?

Das Gegenteil ist doch der Fall. Pegida–Sympathisanten fühlen sich nur noch mehr heraus gefordert. Für beide Seiten zählt nur noch: Ist man für die eigene Seite oder dagegen – für uns oder gegen uns? Als wenn politische Debatte ein Fußballspiel ist, bei dem man die Mannschaften klar unterteilen kann. Und die Medien machen dabei kräftig mit. Argumente beider Seiten werden vereinfacht, statt sie in der Tiefe abzuklopfen – und sie womöglich dadurch zu entlarven.

Die Pegida-Veranstalter etwa verweisen seit Wochen auf ihren Forderungskatalog. Tiefergehend will sich aber offenbar kaum ein Journalist damit beschäftigen. Bei Frank Plasberg werden einzelne Punkte nur kurz zitiert, ohne aber näher darauf einzugehen. Sie sollen sofort von den Gästen bewertet werdeb, ob das rechtsextrem sei oder nicht – ohne sie zunächst sachlich zu prüfen, was sie überhaupt aussagen. Sandra Maischberger ignoriert sie sogar völlig.

Hier ein paar Fragen als Anregung:
„Pegida ist FÜR eine Zuwanderung nach dem Vorbild der Schweiz, Australiens, Kanadas oder Südafrikas“, lautet eine Forderung im Positionspapier. Heißt das also, die Organisatoren und Anhänger wollen mehr Einwanderer als bisher? Denn bislang dürfen im Prinzip nur Flüchtlinge und EU-Bürger nach Deutschland migrieren. Oder wollen sie den Zuzug aus der EU begrenzen? Oder doch weniger Flüchtlinge?

Pegida betont den Wert der christlich-jüdischen Kultur in Deutschland. Halten Sie 100.000 Juden für einflussreicher und wichtiger als vier Millionen Moslems? Wie viele deutsche Staatsbürger sind Ihrer Ansicht nach Moslems? Sind diese knapp zwei Millionen Menschen Deutsche für Sie – wenn nein, warum nicht? Was soll mit ihnen passieren? Sollen sie zum Christentum oder Judentum konvertieren? Das Land verlassen?  Was wissen Sie eigentlich über den Islam?

Laut Positionspapier ist Pegida für mehr Mittel für die Polizei. Wo soll stattdessen gekürzt werden? Oder sind Sie für eine höhere Verschuldung? Was hat die Polizeiforderung mit Flüchtlingen zu tun? Halten sie Flüchtlinge für krimineller als Deutsche? Warum braucht ein Bundesland wie Sachsen, in dem die Zahl der Straftaten und die Bevölkerungszahlen sinken, mehr Polizei? Wer soll das finanzieren?

Das Positionspapier plädiert für eine bessere Betreuung von Asylsuchenden: Wer soll das bezahlen? Und an die Kritiker: Was ist daran schlecht? Was ist wichtiger: Mehr Polizei oder mehr Betreuer für Asylsuchende ? Warum?

Pegida fordert ein beschleunigtes Asylverfahren wie etwa in den Niederlanden, wo es dann acht Tage dauert. Wie fänden Sie eigentlich, wenn die Behörden in Deutschland künftig vorschnell Asyl gewähren statt ausführlich den Fall zu prüfen?

Laut Positionspapier ist Pegida gegen Hassprediger. Wen konkret meinen Sie damit? Würden Sie ihn abschieben wollen? Wohin? Auch in ein Land, in dem er mit dem Tode bedroht ist? Oder nur in ein EU-Nachbarland? Auch wenn er einen deutschen Pass hat? Oder würden sie ihm dann den Pass entziehen? Und was ist, wenn er als Flüchtling kam – das Positionspapier begrüßt ja ausdrücklich die Aufnahme von Flüchtlingen? Ist generell jemand ein Hassprediger, der Angehörige anderer Religionen pauschal als kriminell bezeichnet und sie aus dem Land vertreiben will?

Wenn Pegida ernst genommen werden will, muss sie darauf auch ernsthafte Antworten geben können. Und die Kritiker müssen sich damit ernsthaft auseinandersetzen. Sicher, das ist anstrengender, rechercheaufwändiger und komplizierter als montägliche Teilnehmerzahlen zu melden. Aber das Abwägen und Prüfen von Argumenten und Fakten ist die einzige Chance, Menschen tatsächlich von einer Position zu überzeugen und sie von der ihren abzubringen – und nicht die Demonstration von Macht und Menge. Das gilt für beide Seiten.

Falk Heunemann, Autor in Berlin, schreibt die OC-Kolumne „Auf einen Klick“ jeden Donnerstag.

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cottontail am 15. Januar 2015

Lieber Herr Heunemann, vielen Dank für diesen wohltuend differenzierten Kommentar und die längst überfälligen Fragen an Pegida! cottontail

Zaunkoenigin am 15. Januar 2015

Herr Heunemann, Sie haben mir heute ziemlich viel Zeit gespart :-)! .. Auf dem Weg zur Arbeit hatten sich bei mir ähnliche Gedanken entwickelt. Nur das Formulieren hätte dann doch noch ein gewisser Zeitaufwand bedeutet und ob ich das so stimmig hinbekommen hätte? Wer weiß.

Ich hatte ja immer wieder moniert, dass "die" Presse einseitig berichtet und "durfte" dann hier in den "Diskussionen" mit AntiMerkel feststellen, dass auch von Seiten der Pegidaanhänger keine Diskussionsbereitschaft vorhanden ist. Denn die würde ja bedeuten, dass man bereit ist, über Argumente des Diskussionspartners nachzudenken. Statt dessen bekamen wir hier Phrasen herunter gebetet. Nun mag das ja bei anderen Pegidaanhängern anders sein - ich wäre jedenfalls wirklich gespannt auf die geistige Auseinandersetzung mit ihnen und schließe mich aus diesem Grund ihrer Meinung an, dass das Abtun dieser Bewegung unser Land nicht weiter bringt. Und selbst wenn die Pegida das darstellt, was gemein hin befürchtet wird - die Auseinandersetzung mit deren Argumenten wären auch ohne sie an der Zeit. (Hinterfragen und ggf. Optimieren hat noch niemandem geschadet)

AntiMerkel am 15. Januar 2015

Seltsam, dass sich immer jeder fragt, was die Pegida will, in ihrem 18 Punkte Plan haben sie das doch deutlich dargelegt,warum will den keiner verstehen?
Und sie haben Recht, es muss eine schärfere Asylpolitik nach dem Vorbild von USA und Kanda her. Und Pegida wird noch größer werden, weil ein Großteil des deutschen Volkes gar nicht daran denkt, die Islamisierung stillschweigend hinzunehmen.
Mir sind die deutschen Traditionen und Werte jedenfalls sehr wichtig, sie sind unser kulturelles Erbe und das lasse ich mir nicht von diesen Moslems nehmen. Und mit beschleunigtem Asylvefahren meint Pegida auch dass die Leute dann wenn ihr Asylantrag abgelehnt wird, sofort abgeschoben werden, anstatt dann noch monatelang der Allgemeinheit zur Last zu fallen.
Und zu Pegida kommen die Leute freiwillig, während bei den Gegendemos vor allem Leute der Regierung und jugendlich linksfanatische Antifaleute kommen. Das macht den Politikern Angst, dass Pegida das ausspricht was das Volk denkt. Und deswegen werden mehr Leute zu Pegida kommen, egal ob das unserer Lügenmutti passt oder nicht....denn der Islam gehört nicht zu Deutschland!!!!!!!!!!!!!!
Und ich möchte noch einmal daran erinnern, dass einge Politiker, unter anderem Merkel, 2008 genau jene Dinge forderten, die Pegida in ihrem Positionspapier stehen hat.
Und warum sagt Merkel vor vier Jahren "Multikulti ist gescheitert und wir Deutschen sollten uns wieder mehr auf unsere christlichen Werte und Traditionen besinnen" und jetzt sagt sie "Multikulti ist prima und alle Moslems hier super integriert."
Da stinkt doch was ganz gewaltig....diese Frau ist so verlogen, der kann keiner mehr was glauben.
Multikulti ist gescheitert und jeder hier im Land weiß das.
Und die Antifaleute, die sich ein buntes Deutschland wünschen, sollten folgendes bedenken:
Wird Deutschland richtig bunt, dann gehts bald ordentlich rund.
Es hat noch nie im Laufe der Geschichte funktioniert, dass Moslems und Christen friedlich zusammenleben, und wenn man die moslems hier in Deutschland bleiben lässt, wird das irgendwann auf einen Religionskrieg wie den 30 jährigen Krieg hinauslaufen. Die Moslems wollen uns ihre Religion aufzwingen, sie sorgen bereits jetzt dafür, dass in manchen Schulkantinen kein SChweinefleisch mehr angeboten werden darf, oder dass Kindergärten das Sankt Martinsfest in Sonne Mond und Sternefest umbennen, und das finde ich absolut inakzeptabel. Und dass die Moslems nicht tolerant gegenüber anderen Religionen sind, sieht man ja daran, wie sie mit den Juden umgehen, sie liefen letzten Sommer durch unsere Straßen und riefen "Hamas-Juden ins Gas."
Und die Juden haben schon jetzt Angst vor den Moslems, in Frankreich wandern sie schon aus, wie lange wird es dauern, bis sie das bei uns auch tun?
Moslems sind eine Gefahr für uns und diese Gefahr müssen wir bekämpfen, die 4 Millionen Moslems müssen aus Deutschland ausgewiesen werden, damit hier auch in zUkunft ein friedliches Leben möglich ist.

Zaunkoenigin am 15. Januar 2015

Werte AntiMerkel, das ist gar nicht mehr seltsam, wenn man Sie einmal dabei erlebt hat wie und mit was Sie als Pedigaanhänger argumentieren. Das wird auch nicht dadurch besser, wenn Sie viel schreiben, 100 Ausrufezeichen setzen und Vorurteile herunter beten.

Was Ihre Behauptung Christen und Muslime hätten noch nie friedlich zusammen gelebt angeht, so kann ich nur sagen, machen Sie mal Ihre Hausaufgaben richtig.

Christen und Muslime haben eine sehr intensive gemeinsame Geschichte. Es gab sowohl friedliche als auch kriegerische Kontakte. Handel und Diplomatie waren ebenso prägend wie der Krieg. Es erklärt sich m.E. aber, dass zwei Religionen die beide den Anspruch auf die einzige Wahrheit haben und zusätzlich noch beide in ihren Schriften aufgefordert werden diese Religion zu verbreiten, von selbst, dass diese sich nicht immer friedlich begegnet sind.
Besonders als der Orient im Hochmittelalter Europa in Wissenschaften wie Mathematik, Astronomie und Medizin weit überlegen war und ein im Vergleich zur heutigen Zeit viel offeneres theologisches Diskussionsklima besaß, bestand ein intensiver Kontakt durch Handel und Kulturaustausch.

Ein wenig Geschichtsunterricht könnte nicht schaden.

Dass Deutsch in ihrem Übereifer ja nicht fremdenfeindlich zu erscheine sich verbiegen hat damit absolut nichts zu tun und wäre eine völlig andere Diskussionsebene.

Andreas theyssen - 15. Januar 2015

Welche Mehrheit meinen Sie? Die Deutschen offenbar nicht, siehe: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islam-82-prozent-der-deutschen-haben-kein-unbehagen-a-1012904.html

AntiMerkel am 15. Januar 2015

@Zaunkönigin

Ich weiß sehr wohl, dass der Orient im Mittelalter weitestgehend friedlich war und sich vor allem der Wissenschaft widmete, aber der Islam hat seitdem einen großen Schritt rückwärts gemacht, heute sind sie kriegerisch und morden im Namen des Islams überall auf der Welt Menschen, die IS benutzt jetzt sogar Kinder um ihre Geisel zu töten.
solche Menschen möchte ich hier im Land nicht haben, weil ich mich so nicht mehr sicher fühlen kann. Hier in Deutschland leben siebentausend radikale Salafisten, unsere Regierung weiß wo diese Menschen leben und lässt sie hier leben und das ist ein Skandal. Wenn dann irgendwann mal ein Anschlag in Deutschland stattfindet, dann sagen auf einmal alle "Wie konnte das passieren?" und dann ist das Geschrei groß. Jetzt müsste gehandelt werde...alle Moslems aus Deutschland raus...Problem gelöst.
Die Mehrheit der Deutschen lehnt den Islam ab, und darauf sollte unsere Regierung Rücksicht nehmen, keiner kann uns zwingen eine so menschenfeindliche Religion in der die Frauen nicht gleichberechtigt ist und deren Koran in seinen Suren offen zum Töten Andersgläubiger auffordert hier in Deutschland zu dulden.

Zaunkoenigin am 15. Januar 2015

AntiMerkel.. Sie widersprechen sich selbst ...

Ihre Worte:

Es hat noch nie im Laufe der Geschichte funktioniert, dass Moslems und Christen friedlich zusammenleben
+
Ich weiß sehr wohl, dass der Orient im Mittelalter weitestgehend friedlich war und sich vor allem der Wissenschaft widmete

OB am 15. Januar 2015

"Ich habe noch keinen besseren Weg gefunden sie zu beschimpfen, als sie zu zitieren"

Sinngemäß nach Pispers

Falk Heunemann am 15. Januar 2015

@ein paar praktische Fragen: Was soll mit den rund vier Mio. Moslems in Deutschland geschehen? Abschieben? Zwei Mio. davon sind Deutsche, wurden zum Großteil hier geboren. Wohin sollen sie abgeschoben werden? Wie wollen Sie überhaupt herausfinden, ob jemand Moslem ist? Eine staatliche Registrierung gibt es nicht, sondern nur Schätzungen, da Moslems keine Kirchensteuer abführen (können – die Moscheen finanzieren sich selbst, weil der Staat die Erhebung per Kirchensteuer bislang ablehnt). Fragen Sie einfach alle, ob sie Moslems sind? Wen fragen sie da? Wen fragen sie nicht? Wer kommt für die Abschiebekosten auf? Die Abgegschobenen werden dann auf Entschädigung klagen, etwa die vielen Unternehmer, weil sie ihren Besitz aufgeben müssen - wer bezahlt das? Oder wollen Sie sie enteignen?

Und schließlich eine rhetorische Frage: Wenn es also alles gar nicht so einfach umsetzbar ist, Moslems "loszuwerden", muss man sich dann nicht daran gewöhnen, dass Moslems hier leben, und sich überlegen, wie das Zusammenleben besser wird?

phatterdee am 15. Januar 2015

Leuten wie antimekrel kann man es nicht recht machen, diese leute bereifen nicht das es eine religon ist die nichts mit Hautfarbe oder Herkunft zutun hat. Sondern ein Glaube ist.
Was machen wir den wen alle Moslems weg sind und Merkel weiter lügt, die Wirtschaft nicht anspringt? Forden sie dann das alle Juden gehen sollen, behinderte, Dunkelhaarige oder Ossis??
Sie Reden immer von der Lügenpresse aber berufen sich dann auf diese persse wen es um den Islam geht? DENKEN SIE MAL NACH?? Werden sie vielleicht auch da Belogen?
Wird Ihnen da seit 2001 ein Feinbild präsentiert?? Und sie laufen Bild hinterher??
Nein Sie beteiligen sich aktiv!!
Anstadt den Richtigen auf die Finger zu Sc(hauen) lassen Sie sich dazu verleiten hier gegen anders Gläubige zu hetzten dumpf und ohne Verstand.
Unglaublich

maSu am 16. Januar 2015

Auch wenn ich manche kritische Gegenfrage zu den PEGIDA-Punkten nicht ganz ernst nehmen kann, ein insgesamt stimmiger Kommentar. Ich vermisse generell inhaltliche Auseinandersetzungen mit PEGIDA. Journalisten und Politiker beschäftigen sich kaum mit dem Forderungskatalog und sind eigentlich schwer damit beschäftigt PEGIDA als "Nazis" oder was auch immer zu diffamieren - das scheint echt ein harter Job zu sein.
Dadurch kommen dann gnug linke Strömungen auf den Plan, die nur gegen PEGIDA demonstrieren, aber eigentlich gar nicht wissen was PEGIDA ist, was die wollen und überhaupt scheint es die Gegendemonstranten nur zu interessieren, dass sie selbst gegen Nazis sind. Dass PEGIDA Nazis wären, das behaupten ja Politiker und Medien.

Und schon haben wir im wahrsten Sinne des Wortes beleidigte PEGIDA Demonstranten, die so massiv beleidigt werden, dass sie nicht gerade ein gesteigertes Interesse daran haben, mit Politikern und Medien, die für diese Hetze verantwortlich sind, zu reden.

Die Gegendemonstranten glauben, dass PEGIDA ja eh Nazis wären mit denen man nicht reden könnte. Die Parolen mancher Gegendemonstranten sind schlicht widerwärtig.

Und was passiert? Es bilden sich Fronten. Fronten verhärten weiter. Die Gesprächsbereitschaft sinkt weiter.

Dabei sind bei PEGIDA viele Teilnehmer, die kein Problem mit dem Islam oder mit Flüchtlingen haben. Warum sind diese Menschen dann da? Weil es aktuell keine bessere Möglichkeit gibt, zu zeigen, dass man sich von Politik und Medien verarscht und schlecht behandelt fühlt. Und würden Gegendemonstranten und PEGIDA miteinander reden können, was ja aufgrund der Hetze von Politik und Medien nicht mehr geht, dann könnte man gegenseitig Ängste und Vorurteile abbauen und evt. würde aus PEGIDA und den Gegendemonstrationen eine gemeinsame neue Strömung entstehen, die sich gegen Politik und Medien richtet.

Denn es wäre mal dringend an der Zeit den Politikern und Journalisten in diesem Land zu zeigen, dass Beleidigungen und Hetze gegenüber andersdenkenden nicht in Ordnung ist. Auch nicht, wenn man glaubt, die Personen, gegen die man hetzt, wären rechts!

Ich finde es mittlerweile nur noch schade, dass die Aktion PEGIDA heißt und sich nicht ändert in allgemeine Kritik an Medien und Politik, denn darum dreht es sich mehr und mehr. Allein der Name PEGIDA richtet im Diskurs mehr Schaden an, als er nutzt.

Und richtig widerlich empfinde ich die Tatsache, dass Politiker und Medien ganz bewusst ein Klima schaffen, in dem Dialoge nicht mehr möglich sind. Gespräche - auch mit vermeintlich Rechten - bieten immer Chancen....

...die Chance positiv überrascht zu werden.
...die Chance jemanden zu überzeugen.

Und beide Chancen werden uns genommen, weil man uns jeden Tag erzählt, dass PEGIDA das allerletzte und widerlichste und überhaupt wäre.... und das alles ohne Beleg, ohne objektive Begründung ohne alles... pure Hetze.

Andreas am 16. Januar 2015

Sehr geehrter Herr Heunemann, zum Thema mehr Polizisten kann ich ihnen immerhin eine mögliche Antwort liefern (ich habe 13 jahre in Sachsen gelebt). Sachsen hat nach der Wende im öffentlichen Sektor enorm gespart, Lehrer bekamen z.B nur 70% des eigentlich zustehenden Lohnes (ja in Sachsen sind Lehrer Angestellte) und bei der Polizei wurde Personal massiv abgebaut. Sachsen hat die niedrigste Polizeiquote pro Kopf, und obwohl nach meiner persönlichen Meinung (und Erfahrungen) das auch ne Menge gute Seiten hat (weniger Prügel weniger Tote), leidet darunter natürlich auch die Verbrechensbekämpfung. Klar klingt das toll wenn sie jetzt nach der Finanzierung von mehr Polizisten fragen, macht ja die Alibiopposition in unserem Land auch immer wenn die Regierung irgendetwas mehr will. Komisch ist allerdings, das sofort Geld zur Hand wenn große Konzerne jammern, siehe Banken. Was Polizei mit Flüchtlingen oder Ausländern zu tun hat. Nun im Gegensatz zu Journalisten und Politikern in Elfenbeinvierteln leben die meisten Menschen in der Realität und da sind z.B. in Sachsen die Wolgadeutschen überproportional kriminell. Ja ich weiß, das sind keine Ausländer, die haben einen dt. Pass, aber für den Normalbürger sind das Asländer weil ein großer Teil von ihnen kein Deutsch kann, während die meisten Vietnamesen als Dt. oder zumindest als Eingebürgterte gesehen werden. Ist unlogisch, aber kann man nur verstehen wenn man sich mal ernsthaft mit den Leuten befasst oder mit jemanden spricht der dort lebt, beides gerade bei Westdeutschen selten.
Natürlich wird bei Pediga ne menge vereinfacht vereinheitlicht, das war auf Großdemos schon immer so und machen die Gutmenschen und Pedigagegner kein bißchen anders. Und je mehr sich unqualifizierte oder verlogene Medien auf auf die bösen Rechtsextremen dort einschießen um so mehr werden sich dort zu unrecht Angegriffene mit den zurecht Angegriffenen verbunden fühlen. Ist ja auch lustig wie man dort, die kriminelle Vergangenheit des Organisators auf die Gegenwart und alle Demonstranten übertragen wird. Noch lustiger wenn man bedenkt wie viele Mörder(helfer), Kinderschänder, Schläger, Grundgesetzverbrecher für die sogenannten demokratischen Parteien im LT oder BT saßen und sitzen. Wieso verallgemeinern die Medien nicht da genauso? Ich bin sehr Stolz auf das Misstrauen der meisten Demonstranten gegenübern den Medien, es zeigt mir das im Osten es noch immer mehr Menschen mit krit. Geist gibt, als im indoktrinierten Westen (ich habe dort Jahre gelebt, ich weiß also wovon ich rede).

Zaunkoenigin am 16. Januar 2015

@maSu
*Auch wenn ich manche kritische Gegenfrage zu den PEGIDA-Punkten nicht ganz ernst nehmen kann*
Letztendlich ist es m.E. unerheblich, ob Herr Heunemann beim Formulieren der Gegenfragen vorher recherchiert, tiefer nachgedacht und dann durchdacht formuliert hat. (das hat er eindeutig beim Bezug auf die Forderung "Aufstockung der Polizei" definitiv nicht) Wichtig ist mir an dieser Stelle, dass mit Fragen Kommunikation beginnt.

Seltsamer Weise klangen gestern einige Aussagen von Politikern zur Pegida deutlich selbstkritischer als das in der Vergangenheit der Fall war. Es würde mich freuen, wenn die Bereitschaft zur inhaltlichen Auseinandersetzung endlich vorhanden wäre.

Und dann möchte ich noch zur FAZ verlinken deren Artikel die Argumente zur Auseinandersetzung mit den Pegidaanhängern unterstützt:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/umfrage-unter-pegida-demonstranten-alltaegliche-unzufriedenheit-13369494.html
und eine Stellungsnahme von Bischof Koch: http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/gesellschaft/150113_bischof_koch_pegida.php

Zaunkoenigin am 16. Januar 2015

Ja Andreas, ich wundere mich auch immer wieder über Behauptungen, dass die Kriminalität gesunken sein soll. Im Bereich der Einbruchskriminalität ist das nicht der Fall. Nicht umsonst hat Bayern in den letzten Monaten des Jahres in Aktionen verstärkte Fahrzeug- und Personenkontrollen durchgeführt. Ziel war u.a.auch, den zunehmenden Wohnungseinbrüchen entgegenzuwirken: http://www.polizei.bayern.de/oberpfalz/news/presse/aktuell/index.html/211749

Und da es sich offensichtlich inzwischen um international agierende Banden handelt wird diesbezüglich auch die Politik aktiv. Ich zitiere: De Maizière bestätigte zugleich Berichte, wonach die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland auf knapp 150.000 Fälle im vergangenen Jahr gestiegen ist. "Dieser besorgniserregende Trend hält jetzt schon seit einigen Jahren an", sagte der CDU-Politiker. Das Problem betreffe auch andere europäische Staaten wie Frankreich, die Niederlande und Polen.
Entnommen: https://de.nachrichten.yahoo.com/de-maizi%C3%A8re-will-gegen-einbruchskriminalit%C3%A4t-vorgehen-152601625.html

Dass damit Bundesländer die an osteuropäische Länder stossen etwas mehr Probleme haben dürften als andere, erklärt sich wohl von selbst (und nein, ich will damit nicht unterstellen, dass jeder Pole oder Russe ein potentieller Verbrecher ist)

Aber wie auch immer. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass alle Blickwinkel ernst genommen werden und man versucht unter Berücksichtigung der vorhandenen Mittel das Beste daraus zu machen.

Trotz ansteigender Kriminalität wurde in vielen Bundesländern die Polizeistärke abgebaut. Die Auswirkungen durfte ich im letzten Jahr selbst miterleben. Als ich an Silvester eine Schlägerei auf der Straße per Telefon der Polizei meldete bekam ich die Information "ich bedauere, aber im Moment sind alle unsere Einsatzfahrzeuge im Einsatz. Wenn wieder einer frei ist, dann schicke ich ihn vorbei". Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass ich keine Streife zu sehen bekam. Die Schläger wurden dann zwar irgendwann von irgendwelchen Kumpels getrennt - es ging wohl glimpflich aus. Nur beruhigend ist so eine Erfahrung dann trotzdem nicht. Und, nun kehre ich mal mein Alter heraus ;-) "früher hätte es DAS nicht gegeben". Zumal ich ähnliches noch einmal erlebte, als in der Nachbarschaft die Alarmanlage los ging. Ca. 50 Minuten nach meinem Anruf kam dann mal die Polizei vorbei. Zum Glück hatten die Einbrecher schon das Weite gesucht. Vermutlich wegen des Krachs der Anlage.

Nein, ich halte unsere Polizei nicht für unwillig. Mir ist nämlich bekannt wieviele Polizeistellen in unserem Landkreis aufgelöst wurden.

Günter Buchholz am 16. Januar 2015

Manche der obigen Fragen finde ich, sind zu weitgehend, weil sie dazu führen, alles zu zerreden. Entweder eine Forderung ist wohlbegründet oder sie ist es nicht. Mehr braucht es auf dieser Ebene der gesellschaftlichen Auseinandersezung nicht. Die Probleme und Widersprüche der Umsetzung existieren, wie wohl jeder weiß, sind aber von der Politik operativ zu lösen. Das kann und braucht (in der Regel) nicht im Detail gesellschaftlich diskutiert zu werden.

Ich möchte ergänznd hinweisen auf meinen Beitrag:
´Immigration - Aufklärung statt Diffamierung´, siehe:
http://le-bohemien.net/2015/01/09/immigration-aufklaerung-statt-diffamierung/

sttn am 16. Januar 2015

Mit christlich-jüdischer Kultur ( oder Kulturkreis) meint man in der Regel die Wurzeln die diese Kultur gebildet haben. Mit reinen Köpfezählen kommt man hier nicht hin, ein Blick in Wikipedia ist schon hilfreicher.
Und die christliche Kultur enthält sehr viele jüdische Elemente.
Zur Geschichte von friedlichen Zusammenleben zwischen Christen und Muslime. Das hat eigentlich nie wirklich geklappt. Das hier so gern zitierte Beispiel Spanien ist von seriösen Historikern widerlegt worden und es war genau das Gegenteil der Fall.
Aber das hat nichts mit der Religion zu tun, Menschen sind so. Beispiele aus ALLEN Erdteilen und Epochen belegen das. Mal ist es die Religion, dann ist es die Abstammung, dann die Sprache oder Herkunft ... Die stärkeren dominieren die Schwächeren und gibt es keinen Starken, gibt es Krieg (oder ähnliches). Jeder Konflikt lässt sich auf so etwas zurückführen.

Und wie leicht das azch Heute passieren kann sieht man an der Pegida und den Umgang damit. Warum lässt man sie nicht einfach demonstrieren? Sie tun niemanden etwas (im Gegensatz zu den Gegendemonstranten) und über deren Forderungen kann man in einer sachlich geführten Diskussion reden ... so wie es für aufgeklärte Demokraten eigentlich normal sein sollte.
Es gibt viele Gründe gegen die Forderungen von Pegida zu sein, ich bin auch nicht mit deren Forderungen einverstanfen, aber es gibt keinen Grund zu der Diffamierung die aktuell geschieht.
Aber wie wir erst ein paar Sätze vorher lesen konnten geht es vermutlich um etwas anderes und nicht um einen friedlichen Austausch.

Sebastian W. am 16. Januar 2015

Laut Positionspapier ist Pegida für mehr Mittel für die Polizei.

Muslime führen nun einmal die Kriminalitätsstatistik für Intensivtäter an. Einbrüche werden zu 80% von Roma und ähnlichen Leuten vollbracht.

Pegida betont den Wert der christlich-jüdischen Kultur in Deutschland. Halten Sie 100.000 Juden für einflussreicher und wichtiger als vier Millionen Moslems?

Die jüdisch-christliche Kultur in Deutschland und Europa ist nicht von 100.000 hier lebenden Juden abhängig. Ich empfinde den obigen Fragenkatalog als peinlich und typisch politisch korrekt. Man fokussiert sich auf Formalismen und versucht Pegida lächerlich zu machen, indem man Scheinwidersprüche konstruiert. Auch hier hält man es also offenbar für nötig, den Gutmenschen zu spielen.

Ich war selbst auf einer Pegida-Demo und habe dort Unfaßbares erlebt - von der Gegendemoseite. Diese Leute dort sind derartig fanatisch aufgeladen, von ihrer peinlichen Mission beseelt und glauben, wir pösen Pegida-Leute seien alles schlimme Nazis und Rassisten. Es graust einen nur. Mir wird da wirklich angst und bange, wenn ich mich an diese Leute und all die peinlichen Politiker erinnere, die sich dort produzieren.

Wo bleiben die denkenden Menschen in unserem Land?

Andreas Biehler am 16. Januar 2015

Schön und gut. Jetzt müssen wir sie nur noch dazu bringen, mit der "Lügenpresse" zu reden. Dann geben sie vielleicht Antworten auf Ihre Fragen. Noch ein Fragenvorschlag: Wenn Sie nicht rechtsradikal sind, warum wird dann bei Ihren Veranstaltungen offen und vor allem pauschal gegen Ausländer und Muslime gehetzt? Ich habe mit eigenen Ohren mitgekriegt, wie vor einem "durchrassten" Deutschland Panik geschürt wurde." Da geht es nicht gegen Islamisierung, da geht es um alles, was nicht so ist wie ide Pegida-Führer. Diese schwammigen Forderungen sind Feigenblätter. Die Demo wurde übrigens von einer vorbestraften bekennenden Rechtsradikalen organisiert. Diese Veranstaltungen werden von waschechten Faschisten angeführt, und wer sich nicht spätestens bei solchen Redebeiträgen aus dem Staub macht, macht sich mit ihnen gemein.

Sebastian W. am 17. Januar 2015

Ich bin übrigens auch vorbestraft. Ich habe auf meiner Demo keine Faschisten gesehen. Sicherlich waren da auch ein paar Rechtsextreme, ein Fotojournalist schätzte mir gegenüber ihren Anteil auf 10%. Ich kann damit leben. Manuela Schwesig oder Heiko Maas finde ich schlimmer, die machen sich mit Linksextremen gemein. Und sagen dann als Antwort auf kritische Fragen, daß sie nicht jeden kennen können, der auf solche Demos geht. Ein Pegida-Demonstrant muß sich aber dafür verantworten, daß auch Rechtsextreme auf solch einer Demo erscheinen.

Mir scheint, daß hier die selbsternannten Oberdemokraten äußerst verlogen und ein Schandmal unserer Demokratie sind.

Inwiefern werden diese Veranstaltungen von waschechten Faschisten angeführt? In München ist z.B. ein Jude dabei. Hier mal ein Link zu einem Artikel über die Veranstaltung.

Ich habe den Eindruck, daß Sie übertreiben und überzeichnen. Mich würde der Kontext des Zitats über ein durchraßtes Deutschland interessieren. Wer genau hat das gesagt? Zudem sieht es in Dresden möglicherweise etwas anders aus als im Rest der Republik. In Sachsen sind ja Rechtsextreme recht stark verankert. Wobei ich gerade realisiere, daß Sie möglicherweise Bonn und Melanie Dittmer meinen. Das finde ich natürlich auch nicht toll. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, daß sich die Medien auf solche Dinge oder vermeintlichen Kritikpunkte einschießen und tendenziös berichten. Selbst im Fall Dittmer, wo von Spiegel Online suggeriert wurde, sie leugne den Holocaust, obwohl sie eigentlich zum Ausdruck bringen wollte, daß sie die Dauerberieselung und Instrumentalisierung stört. Das war sehr eindeutig, wurde aber auf typische Weise verzerrt.

Wir leben in einer Demokratie. Auch Rechtsextreme dürfen demonstrieren. Auf meiner Demo hat man den Gegendemonstranten ein Gesprächsangebot gemacht, hat sich explizit gegen Ausländerhaß abgegrenzt, ich habe dort ganz normale Leute getroffen und mit ihnen gesprochen. Unsere Demokratie wird meiner Meinung nach eher von islamistischen Extremisten bedroht und von den archaischen und lebensfeindlichen Traditionen nicht weniger Muslime.

So etwas kann man natürlich auch als pauschales Hetzen gegen Muslime bezeichnen.

Zaunkoenigin am 17. Januar 2015

@ Sebastian W.
es würde mich wirklich interessieren, wo Sie Ihre These, dass 80% der Einbrüche (die definitiv zunehmen) von Sinti und Roma und ähnlichen Leuten (was auch immer das sein soll) verübt werden. Ich habe mir nun wirklich die Mühe gemacht und im letzten Jahrbuch des BKA die Statistiken durchforstet. Ergebnis? Darüber wird keine geführt. Es findet sich zwar eine Trennung zwischen "mit Deutscher Staatsbürgerschaft oder ohne", aber das war es auch schon. Ich empfehle Ihnen deshalb, bevor Sie wieder wilde Theorien nachplappern, diesen Link selbst zu prüfen: http://www.bka.de/nn_235304/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/pks__node.html?__nnn=true oder die Quelle zu benennen auf die sich ihre Aussage stützt.

Noch eine Aussage des Bundeskriminalamtes:
Im Fall der amtlichen Statistik zur "Ausländerkriminalität" ist die Reflexion inzwischen so umfangreich, dass die Daten ihren Objektivitätsanspruch verloren haben. Das Bundeskriminalamt formuliert deshalb folgenden Hinweis: "Diese Daten dürfen nicht mit der tatsächlichen Kriminalitätsentwicklung gleichgesetzt werden. Sie lassen auch keine vergleichende Bewertung der Kriminalitätsbelastung von Deutschen und Nichtdeutschen zu" [1]. Dennoch sind im öffentlichen Raum immer wieder Aussagen zu hören, die sich auf die PKS berufen, um zu belegen, dass Ausländer krimineller seien als Deutsche. Darin spiegelt sich im besten Fall eine unreflektierte Dateninterpretation wider. Häufig sind solche Aussagen aber auch politisch motiviert, etwa um durch das Bedienen von Ängsten vor den vermeintlich "Anderen" die eigene Gruppenidentität zu stärken
... entnommen aus diesem Link: http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/innere-sicherheit/76639/auslaenderkriminalitaet?p=all

AntiMerkel am 19. Januar 2015

Die Pegida hat immer nur friedlich demonstriert bei ihren Abendspaziergängen, die Gegendemonstranten dagen ließen die Fäuste sprechen und beschimpften die Pegidaanhänger und riefen Sachen wie "Nazipack raus" oder "Deutschland verrecke".
Diese radikalen Linksfaschisten sind eine Gefahr für Deutschland und nicht die Pegidas, Pegida steht für Frieden. Zuviel Multikulti ist für jedes Land fatal....Frieden kann nur dann erhalten werden, wenn nicht zu viele Kulturen und Religionen in einem Land leben.
Wenn ich höre, wie 17 jährige Jugendliche "Nie wieder Deutschland" oder Deutschland verrecke" rufen, dann frage ich mich voller Entsetzen, was bringen die Lehrer diesen Kindern bei? Bringt man den Jugendlichen heute etwa bei, ihr eigenes Land zu hassen? Wie erbärmlich ist das denn? Trotz unserer Vergangenheit haben wir Deutschen auch das Recht auf einen gesunden Patriotismus. Diese Gegendemonstraten blamieren sich nur mit ihren Pöbeleien, wie in Leipzig, als sie auf die Straße gingen um Randale zu machen, obwohl gar keine Pegidademo war. Das sind linke Krawallmacher der schlimmsten Sorte.

@Falk Heunemann

Ich finde sie solltne in Länder abgeschoben werden wie der Türkei, dort passen sie von ihrer Religion her am besten, dort sind die meisten Leute Moslems. Zu uns Deutschen passen diese Leute jedenfalls nicht, wir wollen hier keine Leute, die auf die Straßen gehen und "Hamas-Juden ins Gas" rufen, denn friedlich sind solche Leute sicherlich nicht, und wenn die mit den Juden fertig wären, wären wir die nächsten, die sie vernichten wollen.

Matthias am 21. Januar 2015

"Pegida betont den Wert der christlich-jüdischen Kultur in Deutschland. Halten Sie 100.000 Juden für einflussreicher und wichtiger als vier Millionen Moslems? Wie viele deutsche Staatsbürger sind Ihrer Ansicht nach Moslems? Sind diese knapp zwei Millionen Menschen Deutsche für Sie – wenn nein, warum nicht? Was soll mit ihnen passieren? Sollen sie zum Christentum oder Judentum konvertieren? Das Land verlassen? Was wissen Sie eigentlich über den Islam?"

Die Frage kann ich ihnen ansatzweise beantwortet: PEGIDA wendet sich gegen eine schleichende Islamsierung und nicht gegen den Islam oder Moslems an sich. Jedenfalls wird das so kommunziert. Unter einer Islamisierung ist nicht die Anzahl der Moslems zu verstehen die sich in Deutschland aufhält, sondern der wachsende Einfluss einer Religionsgemeinschaft - dem Islam - und seinen Verbänden auf das gesellschaftliche Zusammenleben und die Politik in dem sie teils sehr aggressiv Forderungen an Staat und Gesellschaft stellt und damit die Trennung von Staat und Relgion bedroht - eine Auffassung die ich teile.
PEGIDA formuliert das nur nicht sonderlich clever aus, da gebe ich Ihnen recht, aber das liegt auch daran, dass PEGIDA sich auf Grund seiner bürgerlichen Herkunft nicht so gut artikulieren kann wie ein Gelehrter und zugebenermaßen auch fremdenfeindliche Aspekte und Vorurteile untermischt.
Wer die Thematik aber sehr gut ausformuliert ist Hamed Abdel Samad:
https://www.youtube.com/watch?v=uByeRxv5Vzc

Zaunkoenigin am 22. Januar 2015

Ja, er formuliert das gut aus. Wobei er dabei unterschlägt, dass Teilaspekte auch in anderen Bevölkerungsgruppen vorkommen und auch die genannten "vorbildlichen Multi-Kulti-Länder" wie Amerika nicht vor Parallelgesellschaften verschont sind.

Dennoch, die Vergleiche sind interessant .. es lohnt, sich diesen Film ein zweites Mal anzusehen.

Ihre Entschuldigung für die vermeintlich ungeschickte Formulierung der Pegidaanhänger halte ich dann aber doch für sehr optimistisch. Je länger ich mich mit diesem Phänomen befasse umso mehr bekomme ich den Eindruck, dass am Anfang ein paar wenige Menschen standen die tatsächlich an einer Verbesserung des Miteinanders interessiert waren und die auch die Leitsätze formuliert haben. Inzwischen sind aber so viele Islamgegner dabei, dass die Bewegung an sich fragwürdig wird. Leider, denn auch ich denke, dass es so wie derzeit Asylpolitik als auch Zuwanderung politisch gehandhabt wird, nicht weitergehen kann. Teilweise hat unser Problem m.E. gar nichts mit den "Nicht-Deutschen" zu tun als vielmehr der fast schon übereifrigen Wunsch sehr vieler Deutscher nur ja nicht als fremdenfeindlich abgestempelt zu werden. Mich stört es, dass es inakzeptabel zu sein scheint einen Fehler/ein Problem im Zusammenleben als solchen benennen zu dürfen ohne gleich als Fremdenhasser gebrandmarkt zu werden. Das ist aber kein Problem des Islam, das ist auch kein Problem von Juden, Russen, Türken, Polen, Inder, Italiener ... es ist unser Problem. Unser Selbstverständnis als Deutsche scheint sehr wackelig aufgestellt zu sein.