Die FDP findet ein Thema

Von Arne Hoffmann am 21. Januar 2015

Die Freidemokraten greifen das Thema Männerpolitik auf. Das dürfte ihr klügster politischer Schachzug seit langem sein

Emanzipationspolitiker der FDP fordern eine radikale Wende: weg von der einseitigen Förderung der Frau, hin zur gleichmäßigen Unterstützung beider Geschlechter. Susanne Schneider, emanzipationspolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, sagte in einem Interview, „dass Männer an vielen Stellen eine auf sie zugeschnittene Hilfe durch Politik und Forschung brauchen könnten – ähnlich dem, was Frauen seit Jahrzehnten genießen. Aber diese Hilfe gibt es nicht.“ Dabei nannte Schneider Aspekte wie die Gesundheit, Schulen und eine stärkere Unterstützung für Väter.

Dass gerade die FDP das Männerthema entdeckt, mag zunächst überraschen. Dass die Partei 2013 aus dem Bundestag geflogen war, sehen schließlich nicht wenige als Folge der Sexismus-Debatte vom selben Jahr. Diese hatte mit Kritik am damaligen Spitzenkandidaten Rainer Brüderle begonnen, aber viele Journalisten nutzten diese Kritik für Angriffe auf die Gesamtpartei. Noch vor wenigen Tagen hatte der ARD-Chefredakteur Kai Gniffke anlässlich des Dreikönigstreffens der FDP gegen „sabbernde Liberale“ vom Leder gezogen.

Trotzdem könnte sich Schneiders Vorstoß als ausgesprochen geschickter Schachzug herausstellen. Das Männerthema ist seit langen Jahren politisch unbehaust. Nicht nur die linken Parteien fokussieren sich einseitig auf die Anliegen von Frauen. Auch das Bild der Union wird von Personen wie Ministerin von der Leyen geprägt, die – egal in welchem Ressort – grundsätzlich Frauenpolitik betreibt.

Bislang wagten sich die Altparteien wohl auch deshalb nicht ans Männerthema, weil sie Angst haben, dadurch könnten sich infolge feministischer Kampagnen Wähler von ihnen abwenden. Hier aber könnte die FDP gerade nach dem Brüderle-Debakel auftrumpfen: In ihrer jetzigen Situation hat die Partei nichts mehr zu verlieren. Als sie aktuell erklärte, die Farbe Magenta in ihr Logo aufzunehmen, kritisierten viele, gescheiter wäre es, neue Inhalte statt neuer Farben aufzugreifen. Männerpolitik ist ein solches Anliegen, das vielen Bürgern auf den Nägeln brennt.

Noch mehr Profil könnten die Liberalen gewinnen, wenn sie sich als einzige Partei auch grundsätzlich gegen eine immer stärker ideologisierte Geschlechterpolitik aufstellen würden: Staatliche Zwangsmaßnahmen wie die Frauenquote, der institutionelle Zwang zu einer „geschlechtergerechten Sprache“, das Strömen von Steuergeldern in Projekte wie das Durchgendern von Ampelmännchen – all das und mehr ist prädestiniert für Kritik aus liberaler Perspektive.

Dabei würde sich die FDP zwar ihrerseits zur Zielscheibe vieler Journalisten machen. Allerdings hat die AfD in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass man Wahlerfolge auch entgegen dem Meinungsstrom der Leitmedien erzielen kann, wenn man seinen Positionen treu bleibt.

Hier muss die FDP glaubhaft vermitteln, dass ihr Engagement für Männer kein bloßes Strohfeuer ist. Schon während der Sexismus-Debatte Anfang 2013 deutete der damalige FDP-Minister Dirk Niebel vage an, dass es auch Sexismus gegen Männer gebe. Prompt attackierten ihn Zeitungen wie die „taz“, er konkretisierte seinen Gedanken nie und entschwand nach der Wahlniederlage seiner Partei zu einem Rüstungskonzern. Den Freidemokraten stünde es besser an, Standfestigkeit zu ihrer Tugend zu machen.

Klug ist es in jedem Fall, dass die Partei das Männerthema gerade durch eine Frau aufgreifen lässt. Viele Bürger sprechen Frauen bei Geschlechterthemen eine höhere Kompetenz zu. Auch kann hier viel weniger als bei Männern polemisiert werden, es ginge lediglich um die „Besitzstandswahrung larmoyanter Alt-Chauvinisten, die ihre Privilegien infolge der Emanzipation davonschwimmen“ sähen und wie dergleichen Wortgeklingel immer wieder lautet. In den USA kommen daher die weiblichen Mitglieder der Männerbewegung sehr viel besser in den Medien weg. Langfristig müssen zwar auch die Ansichten von Männern beim Geschlechterthema zählen. Aktuell ist dazu aber offenbar noch engagierte weibliche Unterstützung nötig.

Arne Hoffmann, geboren 1969, studierte Medienwissenschaft an der Universität Mainz. Durch zahlreiche Artikel und Bücher wie aktuell “Plädoyer für eine linke Männerpolitik” gilt er als einer der Sprecher und Vordenker der deutschen Männerbewegung. Seit über zehn Jahren führt er das Newsblog Genderama und ist Mitglied bei den männerpolitischen Nichtregierungsorganisationen MANNdat und AGENS.

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FocusTurnier am 21. Januar 2015

Ich bin positiv überrascht und skeptisch zugleich. Mit Sicherheit spricht Frau Schneider hier viele wichtige Punkte in Bezug auf die deutsche/europäische Gleichstellungspolitik an. Männerpolitik muss endlich Thema werden, und wenn sie aus einer liberalen Partei heraus erfolgt, ist das sehr zu begrüßen. Allerdings bin ich skeptisch, was die Ausführung und Durchsetzung dieser Politik betrifft. In dem Interview mit der WELT gibt sich Frau Schneider zwar offen für Männerthemen, kann es aber auch nicht lassen, zB beim Thema häusliche Gewalt oder Sicherheit am Arbeitsplatz nach Elternschaft die weibliche "Opferkarte" auszuspielen. Das hinterläßt bereits am Anfang ein ungutes Gefühl a la "Eigentlich sind ja die Frauen, die am meisten leiden müssen, aber wir wollen so nett sein und den Männern auch mal etwas Gutes tun" bei mir. Das erinnert mich an die Aussagen der SPD zu diesem Thema, in denen nur die unterstützt werden, die die "richtige" (aka feministische) Linie unterstützen. Eine Männerpolitik ist, wenn sie stattfinden sollte, mMn ideologiefrei zu führen. Desweiteren sehe ich auch die FDP in der Schuld, die vorhandene Situation in der Geschlechterpolitik überhaupt erst herbeigeführt zu haben (durch Unterstützung der Positionen ihrer vergangenen Koalitionspartner). Ich denke, daß es sich auch schwierig gestalten wird, mit solchen Positionen überhaupt einen Koalitionspartner zu finden, der die FDP bei ihren Anliegen unterstützt. Denn Koalitionen wird die bis dato 4%-Partei brauchen. Eine feministisch gesteuerte Männerpolitik würde ich nicht unterstützen. Da wäre dann die AfD eine bessere Alternative.

Aber trotzdem wünsche ich Frau Schneider und der FDP viel Glück bei ihrem Vorhaben.

ThisOne am 21. Januar 2015

Schneider spielt keine Opferkarte aus, sondern bekommt Stichworte. Zwei davon sind "Opfer häuslicher Gewalt" und Elternzeit. Zweiteres betrifft heute wirklich überwiegend Frauen!

Ich hätte mir hier auch eine andere Antwort gewünscht, doch ist es erst einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Natürlich kann die FDP nicht in einem Interview das ganze Ideologiegebäude umstoßen, sondern muss behutsam und diplomatisch vorgehen!
Und dass man selbst mit Steuersenkungen für Hotels einen Partner findet hat die FDP bewiesen. Natürlich muss man sehen wo die Reise bei der FDP hingeht, genau so muss man drauf achten was nach evtl. Koalitionsgesprächen übrig bleibt!
Die AfD ist übrigens keine Alternative und sie findet auf absehbare Zeit auch keinen Koalitionspartner! AfD wird sich, wenn sie im demokratischen Spektrum bleibt, auf Leistungsträger stützen. Der Mann darf arbeiten, die Frau darf Hausfrau oder Spitzenpolitikerin bei der AfD. Damit bleibt im Bereich Väterrechte alles wie gehabt!

Schön wäre Frau Schneider mal ein positives Feedback zu geben und ggf. Positionen, z. B. zum gemeinsamen Sorgerecht, klären zu lassen...

Der Unterschied zu SPD/Grüne ist übrigens im Interview ersichtlich
"Nein, die Grünen wollen gleiche Ergebnisse, wir wollen gleiche Chancen."
Also SPD/Grüne=Gleichstellung und FDP=Gleichberechtigung!

W, H. Greiner am 21. Januar 2015

Da gab's doch mal einen Ausspruch einer FDP-Generalsekretärin, der es in die Endausscheidung eines Awards der weltweit männerfeindlichsten Sprüche geschafft hat...
Selbst wenn es die FDP jetzt wirklich schaffen sollte, die Männerpolitik als Notnagel zu instrumentalisieren um sich daran wieder an die politische Luft zu ziehen: wer glaubt denn dieser Partei noch irgendwas? Ich habe selber jahrzehntelang FDP gewählt - mit dem endgültigen Fazit, dass man sie nicht mehr wählen konnte, weil sie den Liberalismus zuverlässig gerade dann NICHT vertreten hat, wenn sie dazu in der Position gewesen wäre. Männerpolitische Anliegen könnte man gar nicht zuverlässiger unter den Teppich kehren als dadurch, sie politisch ausgerechnet diesen Leuten anzuvertrauen. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!

Arne Hoffmann am 21. Januar 2015

Für diejenigen, die hier mitlesen und nicht wissen, was gemeint ist: W. H. Greiner bezieht sich auf die frühere stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP Cornelia Pieper, die es mit einem Statement ins Finale der von MANNdat e.V. ausgerichteten Champions League des Sexismus geschafft hatte:

http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-das-finale.html

(Den Sieg haben dann aber erwartungsgemäß die Grünen erstritten.)

ThisOne am 21. Januar 2015

Lieber G.W. Greiner,

Ich kann Ihre Vorbehalte verstehen! Auch ich war bisher von der FDP als „Bürgerrechtspartei“ mehr als enttäuscht! Westerwelle war dann nur noch der letzte Abschluss, den ich brauchte um mich von der FDP komplett zu verabschieden!

Doch glaube ich dass die FDP gerade heute an vielen Stellschrauben dreht um zurück in die Politik zu kommen! Deshalb sage ich, nicht an ihren Worten, an den Taten müsst ihr sie messen:

http://www.schneider-susanne.de/Antraege/37027c91935i5710/index.html
http://www.schneider-susanne.de/Antraege/37027c91501i5710/index.html

Wie viel Kreide sie bereit sind zu fressen kann man ja mal durch eine Anfrage an Frau Schneider ermitteln. Wie steht die FDP zu dem von Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) erstellten und auch durch die FDP-Fraktion unterstützten Gesetzesänderung zum gemeinsamen Sorgerecht nicht verheirateter Väter?

MfG

mitm am 21. Januar 2015

Ich fand den Artikel von Frau Schneider auch erstaunlich positiv (hat sie etwa heimlich Maskulistenseiten gelesen?)

Ich habe mir daraufhin ihre Vita in Landtag und die private Website angesehen:

http://www.schneider-susanne.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Schneider_%28Politikerin%29
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_I/I.1/Abgeordnete/abgeordnetendetail.jsp?k=01677

Im Ausschuß für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation ist sie ordentl. Mitglied und Sprecherin - genaugenommen Sprecherin für die FDP, nicht für den Ausschuß. Den Vorsitz hat die SPD. Sie hat also keine spezielle Machtposition.

Sie kommt fachlich aus dem Gesundheitssektor und hat vermutlich dort und angrenzenden Themengebieten viel eigene Sachkompetenz, weniger hingegen bei Verfassungsfragen. Die Quote findet sie "nicht zielführend" - eine kaum beweisbare private Einschätzung.

Für jeden wirklichen Liberalen müßten Quoten ein rotes Tuch sein, weil sie in erster Linie ein Verfassungsbruch sind (s. Details zur Verfassungsfeindlichkeit im Feminismus). Die FDP hat - soweit ich es überblicke, ich lasse mich gerne korrigieren - hier komplett versagt, die illiberalen oder Verfassungsfeindlichen Tendenzen im herrschenden Staatsfeminismus zu analysieren und politisch anzugreifen. Für eine liberale Partei müßte gerade die ideologische Auseinandersetzung mit dem totalitären Feminismus ein Teil der politischen Kernagenda sein. Das muß Frau Schneider nicht alles selber machen, aber auf wen sollte sie in der FDP zurückgreifen? Mir ist auch nicht klar, wieviel Rückhalt Frau Schneider in der FDP selber hat.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Es ist gut, daß sie sich öffentlich äußern durfte, aber ob das irgendwelche Auswirkungen hat, ist ungewiß.

KörperKlaus am 21. Januar 2015

"Während die Frau sich ständig weiterentwickelt, heute alle Wesenszüge und Rollen in sich vereint, männliche und weibliche, und sich in allen Bereichen selbst verwirklichen kann, blieb der Mann auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen. (…) Er ist weiterhin nur männlich und verschließt sich den weiblichen Eigenschaften wie Toleranz, Sensibilität, Emotionalität. Das heißt, er ist – streng genommen – unfertig und wurde von der Evolution und dem weiblichen Geschlecht überholt." - Cornelia Pieper, FDP

Ich würde zu gerne mal sehen, was die für Diskriminierung zuständigen Personen in den Parteien zu solchen Aussagen zu sagen haben und sie dann frage ob sie glauben das jemand, der etwas vergleichbares über Frauen sagt, auch weiterhin ohne Konsequenzen in der Politik mitwirken kann? Und dann würde ich die noch gerne fragen ob das Klima nun frauen- oder männerfeindlich ist?

FocusTurnier am 21. Januar 2015

@ThisOne. 11:10Uhr

Vor einer Fehlerkorrektur muss immer eine Fehleranalyse stattfinden, damit man überhaupt weiß, welchen Umfang die Fehler haben und welche Auswirkungen auftreten können. Eine Fehleranalyse muss offen, ehrlich, detailliert, wissenschaftlich (!!!) hinterlegt und ideologiefrei stattfinden (ich bin Ingenieur im Entwicklungsbereich, mit Fehleranalysen verdiene ich quasi mein Geld....). Im Falle von Parteien und Medien wäre es sogar ratsam, diese Analyse öffentlich durchzuführen (also auch MIT der immer weiter schwindenden Wähler-/Leserschaft). Eine Fehleranalyse bringt überhaupt nichts, wenn man dabei diplomatisch vorgeht, also mögliche Fehlerquellen aus Rücksichtnahme auf "Randgruppen" nicht klar benennt (und schon gar nicht in einem Bundesland, welches sich derzeit 40 Genderprofessuren leistet, die wie die ehemaligen Politkommissare an DDR-Hochschulen über die Einhaltung ideologischer Vorgaben wachen). Diplomatie wäre in diesem Falle also gleichzusetzen mit politischer Korrektheit.
Was die Geschlechterverteilung zwischen Männern und Frauen betrifft, gibt es Studien, die auf eine Gleichverteilung hinweisen (zB die deutsche DEGS-Studie). Mir ging es bei diesem Punkt darum, daß man Männerpolitik nicht mit dauernden Hinweisen auf die (angeblichen) Defizite bei der GleichBERECHTIGUNG von Frauen rechtfertigt. Das ist nämlich auch nicht diplomatisch. Als zweifacher Vater, der sich für seine Kinder eine 5-monatige Elterrnzeit genommen hat, kann ich Ihnen sagen, daß (potentielle) Väter im Berufsleben genauso kritisch beäugt werden, wie (potentielle) Mütter. Auch auf diesen Umstand wird in der deutschen Familienpolitik so gut wie gar nicht eingegangen.

Sei's drum. Ich finde die Aussagen von Frau Schneider zumindest bemerkenswert und weiterverfolgbar. Evtl. könnte ja ein Gespräch eines renommierten Männerrechtlers (Hoffmann, Hollenstein, Buchholz u.a.) mit Frau Schneider etwas Klarheit bringen. Wenn die FDP einer zukünftigen Männerpolitik positiv entgegensieht, dann wäre ein solcher Termin sicherlich möglich. Zumindest auf Seiten der in Deutschland bekannten MRA's sehe ich derzeit keine Verweigerungshaltung.

ThisOne am 21. Januar 2015

Lieber FocusTurnier,

ich bin leider kein Inginör sondern Hauptschüler, aber ich kann versichern, man muss, ehe man eine Fehleranalyse macht, erst mal Fehler erkennen!!! Sonst sucht auch der beste Ingenieur nichts!

So, nun stellen wir uns vor die FDP gesteht, dass die Gleichstellungspolitk ein Fehler war und noch ist, dann überlegen wir wie viele Interviews die FDP noch in den gleichen Medien machen wird, die über sie hergefallen sind, weil ANGEBLICH in einer Bar ein FDPler ne Tanzkarte verteilen wollte? Dann stellen wir uns die Fragen, wie viele Interviews die FDP noch in den gleichen Medien machen wird, die gerade die AfD wegen antifeministischer Äußerungen einer nicht anerkannten AfD-Jugendorganisation abkanzelt. Und wie viele Interviews die FDP noch machen wird, in einer Medienlandschaft die eine Piratenpartei (und auch die FDP) als Frauenfeindlich abgekanzelt hat, nur weil diese keine Quote für Frauen hatten. Da kann man sich fragen, wie sich eine arme FDP da öffentlich Asche übers Haupt kippen soll, wenn die Öffentlichkeit, die durch obige Medien hergestellt werden soll, sich das nicht antut, bzw. es ihr durch obige Medien nicht angetan wird. Wenn die restliche Medienpräsenz danach überwiegend negativ oder nicht existent ist, man daraufhin bei der Wahl noch mehr Wähler verliert, dann überlasse ich Ihnen gerne die Fehleranalyse... Soviel zu Diplomatie!!!

Zum anderen muss die FDP eben auch den Weg nach links und rechts als Koalitionspartner offen halten, das geht übrigens auch mit einer öffentlichen Fehleranalyse in obiger Form nicht, da sie hier die Politik der anderen Parteien abwertet und z. B. auf 100% Konfrontationskurs z. B. zur AG Frauen bei der SPD geht, die nichts anderes machen werden als von ALLEN potentiellen Kanzlerkanidaten eine komplett Absage an die FDP als Koalitionspartner zu verlangen. Doch ohne absolute Mehrheit und ohne Koalitionspartner bringt auch die beste öffentliche Fehleranalyse nichts, denn man kann seine Positionen nicht durchsetzen weil man keine Mehrheit hat!

Mir ging es bei meinem Text übrigens darum, dass ich auf den Umstand hinweisen wollte, dass Frau Schneider von der FDP Fragen beantwortet hat die von der Journalistin bei der Welt kamen und nicht selber "beim Thema häusliche Gewalt oder Sicherheit am Arbeitsplatz nach Elternschaft die weibliche “Opferkarte” auszuspielen" versucht hat! Somit ist es die Journalistin der Welt, die evtl. auch nur ihre Leser mitnehmen möchte, in eine neue politische Richtung!

Politik ist oftmals ein Richtungswechsel von ein bis zwei Grad, aber genug Richtungswechsel in eine Richtung und man geht zurück! Das kann man jetzt in einer Grundlagendiskussion auseinander nehmen, doch die FDP ist nun einmal eine politische Partei die mit den Gegebenheiten wie sie jetzt sind leben muss!

Womit wir immer noch um die Frage kreisen, macht eine Schwalbe einen Sommer? Was will die FDP wirklich und welche Kröte will/wird sie schlucken?

Uepsilonniks am 21. Januar 2015

Die Skepsis der Kommentatoren, die sich mit Sprichwörtern wie "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" oder "An ihren Taten sollt ihr sie messen" äußern, teile ich.
Ich erinnere an den Bundestagsabgeordneten Markus Grübel (CDU), der einst für ein Interview in "Männerbeben" (sehr empfohlen) von Arne Hoffmann zur Verfügung stand, von dem man heute aber gar nichts mehr hört. Vermutlich wurde er weggemobbt.