Brillante Analyse, Eckhard Cordes

Von Andreas Theyssen am 6. Februar 2015

Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft verblüfft mit einer sehr eigenen Deutung der Krise beim Russland-Geschäft

Die Welt ist schlecht. Das haben Sie völlig richtig erkannt, Eckhard Cordes. Gerade in diesen Tagen, in denen der „Islamische Staat“ Menschen versklavt, köpft, verbrennt. In denen Boko Haram in Westafrika ermordet, was ihnen in die Hände gerät. In denen in Osteuropa wieder ein Krieg tobt und täglich Soldaten und Zivilisten sterben.

Für Sie, Herr Cordes, ist die Welt allerdings schlecht, weil die deutsche Wirtschaft leidet. Vor allem jene Unternehmen, die gedachten, sich an Russland gesund zu stoßen. Um 20 Prozent sind deren Exporte nach Russland gesunken. 60.000 deutsche Arbeitsplätze würden dadurch verloren gehen, so barmen Sie in Ihrer Eigenschaft als Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.

Und wer trägt daran Schuld? Die Sanktionen, die EU und USA gegen Russland verhängt haben. Sagen Sie. Drei Viertel der deutschen Unternehmen bezweifeln die Wirkung des Boykotts. Sagen Sie.

Das ist eine aussagekräftige Zahl. Ungefähr so aussagekräftig, als würde man erklären, drei Viertel der deutschen Temposünder bezweifelten die Wirksamkeit der ihnen ausgestellten Strafzettel. Denn die Befragten sind gewissermaßen befangen, weil sie ja gerne Geschäfte mit Russland machen möchten, einem immer noch „hochattraktiven Markt“, wie die deutschen Außenhandelskammer gerade bemerkte.

Vor allem aber, Eckhard Cordes, schaffen Sie es, in Ihrer Analyse ausschließlich die Wirkungen zu thematisieren, nicht aber die Ursache des Kladderadatsches. Dass die Ukraine-Krise begann, weil Russlands Präsident Wladimir Putin die Krim mit seinen Truppen erst besetzte und dann annektierte – kein Thema für Sie. Dass der Krieg in der Ostukraine trotz des Minsker Waffenstillstandsabkommens härter tobt denn je, weil Putin die Separatisten mit Waffen, Gerät und vor allem russischen Soldaten unterstützt – kein Thema für Sie.

Schöner als Sie hätte nicht einmal Putin höchstselbst die Krise im Osten analysieren können.

Jedenfalls sind wir froh, dass Sie nicht Vorsitzender des Nahost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft sind. Sie würden sicherlich die Luftangriffe der USA und ihrer arabischen Verbündeten dafür verantwortlich machen, dass das Geschäft mit Syrien so eingebrochen ist.

Andreas Theyssen, Autor in Berlin, schreibt die OC-Kolumne „Mein Held der Woche“ jeden Freitag.

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maSu am 6. Februar 2015

Ehm... die Ukraine Krise begann nicht weil Putin die Krim besetzt hat. Die Krise begann, weil die Ukraine eigentlich gespalten ist in einen westlichen Teil, der der EU bzw. NATO zugewandt ist und einem Ostteil, der sich zu Russland hingezogen fühlt. Die Krise begann damit, dass die NATO die Ukraine gerne "dabei gehabt hätte" und damit ein land vor eine Zerreißprobe gestellt hat. Und oh wunder: Nicht bestanden.
Alles was danach kam, war eine stetig steigende Spirale der Eskalation, die von Putin, als auch der NATO gerne immer weiter gedreht wurde.
Und mit dem Völkerrecht hat es nicht nur Russland nicht so sehr, da kann man gerne an den Irakkrieg erinnern und weitere Konflikte als Beispiel nehmen, denn da haben es NATO-Länder mit dem Völkerrecht ebenfalls nicht sonderlich genau genommen - um es mal vorsichtig auszudrücken.

Ich finde es traurig, wie Putin immer als das ultimative Böse hingestellt wird und alle Verfehlungen der NATO in diesem Zusammenhang unter den Teppich gekehrt werden. Jetzt will die NATO mehr Soldaten in Ländern stationieren, die Russland geografisch nahe liegen. Schön. Weitere Eskalation und Provokation. Aber Hauptsache Putin ist der böse.

Sie machen es sich irgendwie immer sehr leicht.

Andreas Theyssen am 6. Februar 2015

Die Ukraine-Krise begann, weil die Nato die Ukraine gerne dabei gehabt hätte? Sorry, aber auf dem Bukarester Nato-Gipfel ist ein Beitritt der Ukraine (wie auch der Georgiens) ausdrücklich abgelehnt worden.

Dass George W. Bush völkerrechtswidrig in den Irak einmarschiert ist, kann ja wohl kaum die völkerrechtswidrige Annexion der Krim rechtfertigen. Völkerrecht ist Völkerrecht.

Verfehlungen der Nato? Ist die Nato mit Soldaten in ein Nachbarland einmarschiert und hat einen Teil davon annektiert? Mir ist davon nichts bekannt. Ihnen?

Herr Putin schickt seine Soldaten, Panzer und Raketenwerfer in die Ostukraine und lässt sie dort einen Krieg führen. Als Reaktion darauf beschließt die Nato den Aufbau einer schnellen Eingreiftruppe, zumal sich Polen und die baltischen Staaten durch die neue russische Aggressivität bedroht fühlen. Wer ist in dieser Situation der Provokateur?

maSu am 6. Februar 2015

Herr Theyssen: Sie ignorieren alles was mit dem "Euromaidain" zu tun hat und tun hier so selbstgefällig als ob Russland einfach so mal Lust verspürt hätte, die Krim zu besetzen. Ja, sie haben Recht, es war nicht die Nato, da habe ich was verwechselt, der Auslöser war das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Ukraine. Da begann die Spaltung des Landes.

Die Krim wurde erst später relevant. Nämlich als im westen der Ukraine Menschen an die Macht kamen, die im Osten gar keine oder nur wenige Beführworter hatten. Da kam es zur politischen Spaltung und zu Aufständen. An dem Punkt wurde aus einem politischen Konflikt ein Bürgerkrieg.

Ihre Einlassungen es wäre mit der Krim losgegangen sind völlig falsch - selbst extrem oberflächlich betrachtet.

Dann zu GW Bush: Ja er ist Völkerrechtswidrig in den Irak einmarschiert das war nicht der einzige Konflikt, bei dem das Völkerrecht wohl kurz abwesend war! Oder vergessen sie den Kosovo Krieg bei dem die Nato sich ebenfalls wenig um Völkerrecht geschert hat?!

Und die gleichen Staaten, die einst gemacht haben, was sie wollten und das Völkerrecht mit Füßen traten (und treten) verhängen heute Sanktionen gegenüber Russland wegen der Krim?! Sehr putzig. Da messen sie mit zweierlei Maß. Aber ganz deutlich.

Und Russland beliefert die Separatisten mit Waffen? Wie Böse, so etwas würde die NATO ja niemals nicht machen... oder doch?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-nato-staaten-beliefern-kiew-angeblich-mit-waffen-a-991536.html

In der Ukraine wird ein Krieg geführt und NATO wie auch Russland beliefern und unterstützen ihre Günstlinge.

Aber sie interessiert das alles nicht, Hauptsache sie zeigen mit dem Finger auf Putin.

Ich heiße das, was Putin macht nicht gut, aber ich werde meine Augen vor den Kriegstreibern in der NATO nicht verschließen. Das unterscheidet sie, Herr Theyssen, wohl von mir.

Ich schaue mir beide Seiten der Medaille an, während sie Propaganda verbreiten.
Behaupten sie ruhig weiter, da hätte irgendein Konflikt mit der Annexion der Krim begonnen ... angesichts ihrer Ignoranz kann ich da nur mit dem Kopf schütteln.

Ach und auf ihre Frage, wer nun der Provokateur war: Da es sie einen Dreck interessiert, warum der Konflikt überhaupt von wem angefangen wurde, ist so eine Frage, die eine arme Opferrolle von NATO und EU impliziert eine Frechheit, die ihresgleichen sucht.

verabschieden sie sich bitte mal von ihrem Schwarz-Weiß-Denken!

Andreas Theyssen am 6. Februar 2015

Ui ui ui, jetzt geht bei Ihnen aber einiges durcheinander. Sie müssen sich schon entscheiden, wer denn die Kriegstreiber sind. Die Nato? Die EU?

Ist Ihnen schon entfallen, wer das EU-Assoziierungsabkommen ausgehandelt hat? Der damalige Präsident Janukowitsch. Genau der Mann, der durch die Maidan-Revolution gestürzt wurde und als Putin-Vertrauter gilt.

Aber auch das ist eigentlich unerheblich. Denn bekanntermaßen gehört zur Souveränität eines Landes, dass es selber entscheidet, welche Abkommen es aushandelt und welchen Bündnissen es beitritt. Das kann dann ja wohl kaum ein Anlass für Annexion und Krieg sein.

Zaunkoenigin am 6. Februar 2015

@maSu, wenn andere in anderen Zusammenhängen falsch handeln, macht es das aktuelle Unrecht nicht besser.

In einem bin ich aber bei Ihnen. Einen Beitritt zur Nato hatte Putin immer als NoGo definiert. Denn, auch wenn die Nato auf Verteidigung ausgelegt ist, sie bleibt ein Militärbündnis. Somit hätte klar sein müssen, dass dieses Gerede um einen möglichen Nato-Betritt der Ukraine Pfeffer in der Nase Putins sein muss. Am Machtgerangel hat sich also auch die Nato beteiligt. Und ein Machtkampf war und ist es. Spätestens Putins Aussage, dass die ukrainische Armee ein verlängerter Arm der Nato sei, bestätigt mir das. Da muss man sich dann auch noch fragen, ob es überhaupt noch oder je um die Krim geht bzw. ging.

... Und das Ultimatum der EU im Assoziierungsabkommen hat sicherlich mit dazu beigetragen, dass der Konflikt eskalierte und auch die Ukraine ist in ihrer Gesamtheit kein Unschuldsländchen. Aber weder EU noch Ukraine haben am vertraglich abgesicherten Status Quo etwas geändert. Das war dann schon Putin, oder? Und Völkerrechtsbruch bleibt Völkerrechtsbruch, auch wenn "die anderen" hätten eigentlich ahnen müssen was da kommen kann.

Und was Putin als Mensch angeht .. Sie wollen uns doch hoffentlich nicht erzählen, dass er ein armes unverstandenes Opfer ist? Erinnern Sie sich überhaupt noch an die olympischen Winterspiele, oder ist das schon so weit weg, dass man daran nicht mehr denkt? Haben Sie die Machtdemonstration in Sotschi vergessen und auf wessen Rücken das ausgetragen wurde? Ja sicher, man kann nun argumentieren, dass das nur deshalb funktioniert hat, weil unsere Sportelite zu sehr um die persönlichen Eitelkeiten gekreist hat und wirtschaftliche Eigeninteressen der gesamten Welt im Fordergrund standen. Aber auch das macht das Agieren von Putin nicht menschenfreundlicher.

maSu am 6. Februar 2015

Ja Herr Theyssen, das ist aber auch schlimm, dass ich das EU-Assoziiierungsabkommen kurz verwechselt habe. Ich schäme mich da auch ganz dolle für. Wirklich.

"Ist Ihnen schon entfallen, wer das EU-Assoziiierungsabkommen ausgehandelt hat? Der damalige Präsident Janukowitsch. Genau der Mann, der durch die Maidan-Revolution gestürzt wurde und als Putin-Vertrauter gilt."

Ist ihnen entgangen, wer das EU-Assoziiierungsabkommen nicht unterschreiben wollte und dann durch die Maidan-Revolution gestürzt wurde? Präsident Janukowitsch. Putin-Vertrauter. Ein Abkommen auszuhandeln ist das eine. Es dann auch final zu unterschreiben ist was anderes. Als er sich weigerte das Abkommen zu unterschreiben, da war in der West-Ukraine eine "dezente Unzufriedenheit" zu verspüren, ein weiterer Tropfen in dem Fass, welches irgendwann überlief und zur Maidan-Revolution führte.

"Aber auch das ist eigentlich unerheblich. Denn bekanntermaßen gehört zur Souveränität eines Landes, dass es selber entscheidet, welche Abkommen es aushandelt und welchen Bündnissen es beitritt. Das kann dann ja wohl kaum ein Anlass für Annexion und Krieg sein."

was für eine unerträglich dumme Grütze. Entschuldigen sie diesen Ausdruck, aber den Müll meinen sie doch hoffentlich nicht ernst?!

Abwendung von Präsident Janukowitsch gegenüber dem Westen. Darauf eskalierte die Unzufriedenheit mit dem Herrn. Es kam zur "Revolution" und Neuwahlen - die im Osten des Landes auf wenig Gegenliebe stießen.
Und dann, als der Bürgerkrieg zwischen West- und Ost-Ukraine lief, dann kam es erst zur Annexion.

Und die EU gibt der neuen Regierung der Ukraine Geld und auch Waffen und so weiter. Und da soll Putin zuschauen? Wohl kaum.

Ja er hat sich über Völkerrecht hinweggesetzt. Aber dieses Völkerrecht ist offensichtlich wertlos, da sich immer wieder Staaten darüber hinweggesetzt haben - ohne Sanktionen. Wieso sollten für Putin andere Regeln gelten als für die USA (Irak) oder die ganze Nato(Kosovo) ?! Wieso sollte sich Putin an Regeln halten, die seine "Gegner" seit Jahrzehnten missachten?! Hm?!

Ja Putin hätte da anders handeln sollen. Ja müssen. Aber die moralische Messlatte wurde durch NATO-Staaten bereits in die Tiefgarage gelegt, sodass selbst Putin mit der Annexion der Krim diese Messlatte nicht noch tiefer legen könnte.

In einer perfekten Welt würde man Putin nun wegen Verstoßes gegen Völkerrecht einsperren. Er würde sich eine Zelle teilen mit GW Bush, der da seit dem Irakkrieg sitzen würde und mit vielen ehemaligen Machthabern der Natostaaten wegen dem Kosovokrieg.

Aber wir haben diese perfekte Welt (leider) nicht. Und die Messlatte, die man bei NATO-Staaten anlegt, die gilt dann auch für Russland - leider. alles andere wäre scheinheilig bzw. eine Doppelmoral und widerwärtig.

Zaunkoenigin am 6. Februar 2015

*Aber wir haben diese perfekte Welt (leider) nicht. Und die Messlatte, die man bei NATO-Staaten anlegt, die gilt dann auch für Russland – leider. alles andere wäre scheinheilig bzw. eine Doppelmoral und widerwärtig.*

und das bedeutet nun was?

Wissen Sie wie Sie klingen?

Sie hören sich an wie die Leute, die laut aufheulen und "Diskriminierung" rufen, wenn man einen Mohrenkopf bestellt. Oder diese Vorgabe, die regelt, dass Stellenausschreibungen immer beide Geschlechter ansprechen müssen.

Ich frage mich ernsthaft, ob wir hier zukünftig immer alle "Schweinderln" mit erwähnen müssen, wenn wir über einen Eber schreiben?

Ja mei, das wird dann spassig hier :-)

Andreas Theyssen am 6. Februar 2015

Zumindest in einem Punkt kommen wir zueinander, maSu. Und zwar in puncto Gefängniszelle für Georg W. Bush und Wladimir Putin.

Was den Kosovo-Krieg anbelangt: Da dürfte Ihnen bekannt sein, dass Völkerrechtler bis heute darüber streiten, ob dies völkerrechtswidrig war. Gerade der damalige deutsche Außenminister Joschka Fischer war in seinem Handeln sehr geprägt durch die Massaker in Srebenica und in Ruanda, bei denen die Weltgemeinschaft seelenruhig zugesehen hatte.

Und schließlich: Die Messlatte für das Völkerrecht ist nicht, wenn andere Staaten dagegen verstoßen, sondern das Völkerrecht selber.

maSu am 6. Februar 2015

Zaunkönigin:
Das bedeutet nun, dass man Kritik an alle richten muss, die gegen das Völkerrecht verstoßen haben und hier nicht mit dem Finger gen Osten zeigen sollte und laut brüllt: "der böse Russe kommt!!!". Denn genau darauf beschränkt sich die weder objektive noch korrekte Berichterstattung - auch die des Herrn Theyssen.
Simple Hetze gegen noch simplere Feindbilder. Einfach weil komplexe Erklärungen für komplexe Vorgänge einfach nicht geeignet sind, um die journalistisch so wichtige Dosis "Hass" anbieten zu können.

und zu ihrem Beispiel:
Als ich noch jung war, da nannte man diese Süßwaren "Negerkuss" und für mich war das nie ein Schimpfwort oder beleidigend, es war einfach eine Süßigkeit ohne jede weitere weltpolitische Bedeutung. Und ich verrate ihnen was: Für mich hat sich der Name dieser Süßigkeit nicht geändert, weil der Name einer Süßspeise eben nur der Name einer Süßspeise ist und kein Rassismus.
Ebenso werde ich wohl auch in einigen Jahrzehnten noch gerne Schnitzel mit Zigeunersoße essen, während irgendwelche Menschen um mich herum rote Ohren bekommen, wie man denn sowas rassistisches sagen könnte.

maSu am 6. Februar 2015

Herr Theyssen, das Völkerrecht ist nur so gut, wie es real beachtet und angewandt wird ... sonst ist es nur buntes Papier. Leider.

Zaunkoenigin am 7. Februar 2015

maSu, man muss auch differenzieren können. In diesem Artikel ging es um die Krise in der Ukraine und um die Ignoranz von Managern wenn es um potentielle Geschäfte geht. Was hast das bitte mit Bush zu tun? Was hat das mit anderen Völkerrechtsverletzungen zu tun? Hier.. an dieser Stelle?

Was Sie gerade versuchen, ist, das Thema zu sprengen.

Was den Mohrenkopf angeht .. es war ein Beispiel das deutlich machen sollte, wie Ihre Argumente in Bezug auf "die anderen haben auch.. " wirken. Ein Gleichnis, sozusagen ;-) . Irgendwie scheint das nicht bei Ihnen angekommen zu sein.

maSu am 9. Februar 2015

Zaunkönigin: Worum es in einem Artikel geht, der Putin sehr einseitig die Schuld zuschiebt und die Abläufe in der Ukraine völlig falsch bewertet ist mir völlig egal. Mir geht es darum, dass dieser Artikel an jenen Stellen, an denen der Konflikt beschrieben wird, sachlich völlig falsch ist und bestenfalls noch als Propaganda durchgehen würde.

Zaunkoenigin am 9. Februar 2015

maSu, nichts für Ungut. Aber hier kommen wir nicht zusammen.

maSu am 9. Februar 2015

Wir kommen nicht zusammen wenn ich einen Artikel, der groben Unfug zusammen fantasiert, dafür kritisiere, weil der grobe Unfug nicht das Kernthema des Artikels war?!

Ich sehe das so: Selbst wenn ein Artikel ein Thema nur beiläufig erwähnt, sollten die grundsätzlichen Fakten korrekt genannt werden. Außerdem finde ich es gefährlich, wie beiläufig und breit gefächert "Putin=Böse, NATO=Gut" in den Medien eingestreut wird.

Dieses Schwarz-Weiß-Denken werde ich immer kritisieren. Sie nicht?!

Zaunkoenigin am 9. Februar 2015

maSu, wir kommen nicht zusammen, weil Sie etwas anderes aus dem Artikel heraus lesen als ich.