Herzig, unsere Wulffs

Von Tamara Trautner am 8. Mai 2015

Das geschiedene Präsidentenpaar ist wieder ein Liebespaar. Das gibt Hoffnung für den Rest der Welt.

Hach, wie schön! Bettina und Christian sind wieder zusammen.

Aber ist es nicht seltsam? Selbst wir, die größten Zyniker, die wir uns in scharfzüngig-schadenfrohen Kommentaren ergingen über den überständigen Konfirmanden und seine blonde Prinzessin, über Apfelsaft und die spießige FeWo in Norderney, über das viel zu große Amt, Blauäugigkeit  bei der Freundeswahl und unfassbare Dummheit im Umgang mit der Presse, selbst wir verstummen, auch wenn uns viel einfiele, das wir in unser Horn blasen könnten.

Denn Hand aufs Herz: Es ist in Zeiten von Krieg und Krise, von Burnout und Banalität, in Zeiten ewigen Suchens und Ringens nach dem passenden Lebens- und Beziehungsglück so dermaßen entspannend, wenigstens für einen Moment an dieses Märchen zu glauben: lieben …  irren, wirren, hassen, kämpfen … lieben.

Ist das wirklich zu schön, um wahr zu sein?

Tamara Trautner, Autorin in Berlin, arbeitet als Mediatorin und Kommunikationstrainerin. Zuvor war sie Lektorin beim Rowohlt Verlag und Cheflektorin beim Aufbau Verlag.

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Zaunkoenigin am 8. Mai 2015

och nö. Dieses Irren und Wirren ... danke... das muss nicht sein ;-)

Ich glaube daran, dass wirkliche Verbundenheit und Liebe genau DAS nicht braucht. Da bin ich hoffnungslose Romantikerin ..... mit Anlehnung an die Realität.

Dennoch, mich hat's gefreut zwischen all diesen ernsten Themen hier im OC einmal wieder etwas leichtes zu entdecken. Kommen Sie bitte wieder.