Der deutsche Feminismus ist am Ende

Von Sebastian Grundke am 21. September 2015

Frauen sind in Deutschland längst gleichberechtigt. Der hiesige Feminismus kämpft nur noch für wenige und zudem privilegierte Frauen. Er muss umdenken, will er nicht untergehen.

Der deutsche Feminismus hat seine wichtigsten Ziele längst erreicht: ein Wahlrecht für Frauen, Bankkonten für Frauen, Scheidungen ohne größere Hindernisse und die Möglichkeit, ein ungewolltes Kind abtreiben zu können beispielsweise. All diese Dinge sind hierzulande für Frauen zum Glück längst selbstverständlich.

Auch für Frauen in Notsituationen existieren Anlaufstellen. Allein in Hamburg fangen fünf Frauenhäuser mit rund 200 Plätzen Frauen auf, deren Leben in Schieflage geraten ist. Für verschiedene Notfälle existieren darüber hinaus separate Hotlines. Das Faltblatt der Hamburger Polizei nennt in dieser Hinsicht fast ein Dutzend Rufnummern. So warten Seelsorger und Psychologen beispielsweise für magersüchtige Mädchen, misshandelte Ehefrauen, drogensüchtige Mittzwanzigerinnen oder minderjährige Schwangere unter jeweils eigenen Rufnummern auf Anrufe. In anderen deutschen Großstädten ist die Deckung durch Frauenhäusern und Hilfsangebote ähnlich hoch.

Dasselbe Bild zeigt sich in Jugendämtern und beim sozialen Dienst der deutschen Behörden. Frauen und Mädchen erhalten dort Rat und Unterstützung. Nicht selten sind fast alle Jobs in diesen Behörden an Frauen vergeben. Frauen finden deshalb besonderes Gehör. Mit deren typischen Problemfällen sind die Beamtinnen gut vertraut. Männer gelten ihnen oft per se als Schuldige, als Täter. Sie begegnen ihnen mit großem Misstrauen, so dass sie sich unverstanden fühlen und abwenden. Das Klischee von der Frau als hilfsbedürftigem Opfer schreibt sich auf diese Weise fort.

Dabei haben Männer genauso häufig mit Problemen zu kämpfen wie Frauen. So sind beispielsweise die Fälle, in denen Männer Opfer häuslicher Gewalt werden, laut einer Studie des Ministeriums für Familie beinahe genauso häufig wie jene, in denen Frauen die Opfer sind. Zudem gilt die Dunkelziffer als größer – denn Männer, die von Frauen geschlagen werden, wenden sich seltener an die Behörden. Einerseits ist das Thema tabuisiert. Andererseits existieren schlicht keine Ansprechpartner speziell für derlei Fälle.

Auch werden Männer mindestens ähnlich häufig drogenabhängig oder geraten in eine Notlage. Kurz gesagt: Sie haben Hilfe oft genauso bitter nötig wie Frauen.

Die deutsche Behördenlandschaft – von dem einen oder anderen Quotenmann abgesehen – spiegelt diese gesellschaftliche Realität allerdings nicht in den entsprechenden Abteilungen und Einrichtungen wieder. Nur wenige Institutionen – etwa manche Kirchen – haben das Problem erkannt. Sie beschränken sich jedoch viel zu oft darauf, Kurse oder Anlaufstellen speziell für Väter einzurichten.

Männern bleibt deshalb in einer Notsituation bestenfalls der Anruf bei der Telefonseelsorge. Denn deren Rufnummer ist die einzige unter den Hilfshotlines, die nicht explizit für Frauen, Mädchen oder Jugendliche ausgelegt ist.

Männerhäuser wiederum gibt es in Deutschland praktisch nicht. Auch deshalb ist ein Großteil der deutschen Obdachlosen männlich. Denn nicht nur hilft ihnen kaum jemand, wenn sie Hilfe brauchen. Auch die Einrichtungen, die sie vielleicht vor dem Leben auf der Straße bewahren könnten, sind auf Frauen spezialisiert.

Von deutschen Frauenrechtlerinnen wird über all das gerne geschwiegen. Dabei sollten sie am besten wissen, wie problematisch fehlende Gleichberechtigung ist. Stattdessen fordern sie eine staatliche Garantie auf mehr Gehalt für Frauen und mehr Frauen in Führungspositionen. Damit sprechen sie lediglich eine kleine Gruppe von ohnehin privilegierten und hervorragend ausgebildeten Frauen an. Unterm Strich ist das Klientelpolitik, die die gesellschaftliche Realität immer dann übersieht, wenn von Männern die Rede ist.

Auch in anderen Bereichen kommen Männer zu kurz: In Grundschulen, Kindergärten und Heimen arbeiten vorwiegend Frauen. Junge Männer finden dort deshalb oft nicht das Verständnis und die Unterstützung, die sie immer häufiger brauchen, weil ihnen die Väter fehlen. Denn die Scheidungsraten steigen und der alleinerziehende Vater ist in Deutschland noch immer die Ausnahme – ungeachtet dessen, was zur Trennung der Eltern geführt hat.

Der deutsche Feminismus muss sich jedoch nicht nur in seinen konkreten Forderungen der gesellschaftlichen Realität stellen, wenn er mit seinen Anliegen nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden will. Er muss sein Verhältnis zur gesellschaftlichen Verantwortung ganz grundsätzlich überdenken. Stattdessen aber philosophieren Genderforscherinnen über die sich im Plural der deutschen Sprache ausdrückende Dominanz des Mannes oder darüber, ob sich nicht in den Piktogrammen hiesiger Straßenschilder ein klischeehaftes Frauenbild zeigt.

Dabei geben gerade die Straßenschilder manchen aktuellen und wichtigen Konflikt zwischen Mann und Frau hervorragend wieder: Das Schild etwa, das Autofahrer zu vorsichtigem Fahren in der Nähe von Schulen anmahnt und ein Kind an der Hand einer Frau zeigt. Oder das Schild, das vor Bauarbeiten warnt und auf dem ein Mann mit Schaufel und ein Berg Erde zu sehen ist. „Vorsicht, Frauen erziehen hier die Kinder!“, scheint das erste zu sagen und „Vorsicht, Männer machen hier die Drecksarbeit!“ das zweite.

Sebastian Grundke, freier Journalist in Hamburg, fühlt sich als heterosexueller Mann von der männlichen Form des Plurals in der deutschen Sprache nicht persönlich angesprochen. Er empfindet außerdem mancherlei Äußerung von deutschen Feministinnen zunehmend als dümmliche Kriegspropaganda. Er hält es deshalb seit Längerem mit den Frauen in Aristophanes Theaterstück „Lysistrata“ und verzichtet bis Kriegsende auf Geschlechtsverkehr.

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Zaunkönigin am 21. September 2015

Ein interessantes Thema - nur ihre Schlussfolgerungen finde ich abenteuerlich.

Ich bin ja weniger der Theoretiker und habe mich deshalb gefragt, was um Himmels Willen ist denn nun "der" Feminismus. Lt. Wiki
*Feminismus bezeichnet sowohl eine akademische als auch eine politische Bewegung, die für Gleichberechtigung, Menschenwürde, die Selbstbestimmung von Frauen sowie gegen Sexismus eintritt. Daneben verweist Feminismus auf politische Theorien, die nicht nur einzelne Anliegen im Blick haben, sondern die Gesamtheit gesellschaftlicher Verhältnisse, einen grundlegenden Wandel der sozialen und symbolischen Ordnung und der Geschlechterverhältnisse. Gleichzeitig erlauben sie Deutungen und Argumente zu deren Kritik*

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist die Gleichbehandlung das Ziel (was ich nebenbei bemerkt für nicht umsetzbar halte sofern man sich am "Klein-Klein" orientiert)

Sie stellen die These auf, dass Frauen in Deutschland längst gleichberechtigt sind. In der Folge Ihrer Ausführungen kommen Sie sogar zu dem Schluss, dass sie bevorzugt werden.
Was die Gleichberechtigung angeht, so kann ich nach wie vor nicht mit. Aber das hatten wir schon bei dieser anderen Diskussion bei der ich als einzelne Frau helle Empörung erzeugte und ich ziemlich viel Emotionen abbekam. Frauen sind nach meiner Wahrnehmung längst noch nicht gleichberechtigt.
Wobei ich aber ihre Wahrnehmung in Teilen gar nicht abstreiten möchte. Die gibt es nämlich auch. Wir sind in der Situation, dass es einerseits Landstriche, Firmen, Situationen gibt in der Frauen nach wie vor benachteiligt sind. Es gibt aber durchaus Bereiche in denen sie mehr Unterstützung erfahren. Deshalb aber zu behaupten, dass der Feminismus tot sei, mhh... halte ich eine gewagte These um nicht zu sagen falsch.

Richtig wäre, wenn sich "der Feminismus" (gibt es überhaupt DEN Feminismus?) die Ziele neu justieren würde. Möglichst ohne Übereifer - wie ich mir das auch von Männerrechtlern ja auch wünsche (und die das so wenig schaffen wie übereifrige Feministinnen. Woran das wohl liegen mag?)
Ja, das wäre in der Tat wünschenswert und an der Zeit. Eine grundsätzliche Frage sollte man sich dabei auch stellen. Nämlich, ob es überhaupt eine Gleichbehandlung aller Menschen (denn darum sollte es letztendlich gehen) je geben kann und wird. Ich persönlich denke, dass ein schöner Traum ist. Wobei ich auch denke - aber das ist eine ganz persönliche Sicht - ob wir damit das Leben nicht auch weniger bunt (und für mich damit weniger interessant) gestalten würden.

Unterm Strich, werter Herr Grundke, vermischen Sie für meinen Geschmack in Ihrem Artikel Äpfel mit Birnen und ein paar Kartoffeln haben sich auch noch eingeschlichen. Und eines wird bei Ihnen auch deutlich - Sie ziehen ihre Erfahrungen aus Großstädten. Kleinstädte, ländliche Regionen sind wohl nicht so ihre Erfahrungswelt. Die sollten Sie aber auch mit einbeziehen.

Ach ja, und wenn wir uns über Gleichberechtigung unterhalten wollen und dabei am Ende für die Diskussionsteilnehmer eine Erkenntnis stehen soll, dann wäre es wünschenswert, wenn wir nicht alles was dieses Thema beeinflusst kunterbunt durcheinander würfeln würden. Eine Sache ist die Gesetzeslage eine andere die zwischenmenschliche Umsetzung - und noch eine andere die eigenen vogelwilden Interpretationen. Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber Sicht auf die Bauschilder empfinde ich als solche. Es fällt Ihnen offensichtlich schwer zu sehen, dass das einfach (noch) Realität in unserer Gesellschaft ist. Oder anders gefragt, wieviele BauarbeiterINNEN sehen Sie im Straßenbau? Ich kann mich an keine einzige erinnern. Zugeben, bei den Vätern die ihre Kinder zur Schule/Kindergarten bringen, sieht das schon anders aus. Meine Güte, beim Bauarbeiter schlägt einfach die Biologie zu, beim Mutter-mit-Kind-Schild immer noch die Mehrheit. Wie sähe denn Ihr Kompromiss beim zweiten Schild aus? Jedes zweite Schild mit einem Mann?
Meine ganz persönliche Meinung dazu ist: So lange wir uns auf dieser Ebene auseinander setzen, so lange wird es nie eine für beide Seiten zufriedenstellende, faire Lösung geben.

Und das hier .... *Er empfindet außerdem mancherlei Äußerung von deutschen Feministinnen zunehmend als dümmliche Kriegspropaganda. Er hält es deshalb seit Längerem mit den Frauen in Aristophanes Theaterstück „Lysistrata“ und verzichtet bis Kriegsende auf Geschlechtsverkehr* ...
hat mich dann völlig aus den Puschen gehauen. Bei der Kriegspropaganda konnte ich ja noch mit. Da ist noch nicht einmal zunehmend, das klang schon immer so. (leider). Ihre Schlussfolgerung ist allerdings nichts anderes als Kriegstreiberei Und hat vor allem nichts, aber auch gar nichts mit der Wahrnehmung eines einzelnen weiblichen Gegenübers zu tun. Das Eine ist nicht besser als das Andere.

Polemisieren kann jeder - konstruktiv diskutieren wird schwieriger, ist aber definitiv die interessantere Variante.

Zaunkönigin am 22. September 2015

ach ja.. ich habe schon auf die entrüsteten "Männerrechtler" gewartet :-)

Willkommen meine Herren. Formulieren Sie doch Ihre Entrüstung

Marcus am 24. September 2015

Der deutsche Feminismus ist f a s t Tod

Ab 2016 wird sich der Feminismus einer ernsthaften Konkurrenz stellen müssen.

Die notwendigen Hürden wurden in diesem Jahr genommen ->
Diskussion mit Birgit Kelle findet statt – 13.000 Unterstützer in 24 Stunden -> http://nrwjetzt.de/diskussion-mit-birgit-kelle-findet-statt-13-000-unterstuetzer-in-24-stunden/
Auch der Kontakt zur Politik ist hergestellt.

Das bedeutet, die zukünftige Auseinandersetzung heißt: Feminismus vs Frauenlobbyismus

Der deutschen Feminismus wird, nach meiner Prognose, langsam aber sicher durch die Vertreterinnen des Frauenlobbyismus ersetzt.

Es sind also Herausforderinnen.
Neu an dieser Auseinandersetzung, ist, dass beide Seiten (sehr wichtig!) politisch Gehör finden.

Oder deutlicher: es ist kein Spielkram, kein Kampf um Sternchen oder Daumen rauf, es wird für die Vertreterinnen des Feminismus ernst.

Den Rat von Herrn Grundke, sich einfach mal bequem zurückzulehnen, kann man(n) ruhig Folge leisten.

Zaunkönigin am 24. September 2015

Marcus, haben Sie nur ansatzweise eine Ahnung wie Sie sich lesen?

Das klingt wie "wir besichtigen ein Schlachtfeld".

Ich bin selten fassungslos, aber über die gewählten Formulierungen kann ich nur den Kopf schütteln, ebenso wie über die überproportional hohe "Klickbeteiligung" in diesem Strang.

Also ob auf diese Art und Weise ein besseres Miteinander von Mann und Frau gefördert werden würde.

Oder geht es gar nicht darum? Das frage ich mich tatsächlich immer mehr (und nicht nur aufgrund Ihres Beitrages).

Marcus am 24. September 2015

@Zaunkönigin

Es geht darum, dass der Feminismus abgelöst wird.
Die Behauptung man müsse das Label Feminismus beibehalten, weil alles andere Erklärungs- und Gewöhnungsbedürftig wäre. ist, wie so vieles was der Feminismus behauptet falsch.
Es können sich Frauen FRAUENRECHTLERINNEN nennen und man muss niemanden etwas erklären.
Man muss doch wohl eher den heutigen Feminismus erklären und übersetzen -> http://www.welt.de/kultur/article146577437/Ein-kleines-Woerterbuch-des-Gender-Wahnsinns.html

*Oder geht es gar nicht darum? Das frage ich mich tatsächlich immer mehr (und nicht nur aufgrund Ihres Beitrages).*

Das ist einer der üblichen Doppelstandards im Feminismus

Sie werfen ihrem Kollegen Kriegstreiberei vor, obwoh ler nur inhaltlich sagt 'Laßt mich damit in Ruhe': "Kill all white man" oder: "Wozu sind Männer gut?… Wir Frauen wissen nicht so genau, warum die Männer da sind. Ehrlich gesagt, haben wir uns die Frage wohl auch kaum je gestellt. Sie sind halt da, und das ist schlimm genug. Wir fragen uns wohl, wie wir ihnen am besten entkommen und sie überleben können, aber nicht, wozu sie eigentlich gut sind." - Luise F. Pusch
Ganz neu: Julie Bindel: "Put Men in Concentration Camps"

Sie fordern zum Widerspruch auf und wenn der nicht gefällt, dann appellieren Sie an meine ritterlichen Gefühle ...

Na ja, wie auch immer, dies können wir uns in Zukunft schenken, weil die Gegnerin aus dem eigenen Fleisch kommt, und das, was sich Feminismus nennt kämpferisch ablösen will.
Daran besteht kein Zweifel.

Das Leben ist kein Wunschkonzert, denn beim Frauenlobbyismus steht weiterhin die Frau an erster Stelle und Männer sind nur gelegentlich mitgemeint (Familie), aber immerhin ist dies besser als das was uns der sogenannte Feminismus geboten hat.

Und nicht zuletzt: was das Thema Feminismus betrifft, kann der männliche Schreiber in "Rente"
gehen " und ich werde es auch wirklich nicht vermissen.

Zaunkönigin am 24. September 2015

Jössas.. nichts für ungut. Aber gerade habe ich laut gelacht.

Nein nein, Marcus, ich habe an keiner Stelle an ritterliche Gefühle appelliert. An Ihre schon gar nicht. Warum auch?
Und Kriegstreiberei habe ich niemanden vorgeworfen. Nicht einmal Ihnen. Lesen Sie noch einmal nach.

Sie bestätigen mir aber, dass Sie in einer völlig anderen Welt leben - eine völlig andere Wahrnehmung haben - als ich. Parallelwelten nennt man das wohl .. glaube ich ;-). Und das was Sie gerade geschrieben haben ist mir, mit Verlaub gesagt, schlicht zu wirr. Mir fehlt da Logik und Bezug. Genauso wirr wie die Formulierungen im Link.

Ich würde ja gerne die ganze Aufregung verstehen, aber meine Gehirnwindungen funktionieren völlig anders - kurz gesagt, mein Intellekt spielt da nicht mit.

Und jetzt regen Sie sich bitte nicht schon wieder auf.

Marcus am 24. September 2015

Nein, laut gelacht haben Sie sicher nicht.
Nun will ich mich an meinem letzten Arbeitstag als Feminismuskritiker auch nicht überarbeiten.
Das mein Einsatz in Zukunft nicht mehr nötig ist, habe ich ausreichend dargelegt.

Weshalb es überhaupt nötig war: Lessing macht den Männern Mut

Die Schriftstellerin Doris Lessing beklagt die «Abwertung» von Männern beklagt. Die 81-Jährige fordert die Männer auf, sich gegen ihre «sinnlose Erniedrigung» zu wehren.

[TA/sda] - «Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird», sagte die Autorin in einem Bericht der englischen Tageszeitung «The Guardian» vom Dienstag anlässlich einer Literaturdiskussion in Edinburgh.

Lessing, die vor allem mit ihren Büchern «The Grass is Singing» und «Das goldene Notizbuch» zu einer literarischen Heldin des Feminismus wurde, sagte: «Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten.» Und weiter: «Die dümmsten, ungebildetsten und scheusslichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.»

Die im heutigen Simbabwe aufgewachsene Autorin, die mit dem Buch «Afrikanische Tragödie» zu Weltruhm kam und immer wieder als Kandidatin für den Literaturnobelpreis genannt wird, beklagte eine «denkfaule und heimtückische Kultur», die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, «auf Männer einzudreschen».

Sie berichtete über einen Besuch in einer Schule, in der die Lehrerin Beifall heischend erklärt habe, Kriege seien auf die angeborene Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen. «Da sassen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.»

Die Schriftstellerin klagte, ein Teil der «grossen Energie» des Feminismus sei «in heisser Luft und schönen Worten verloren gegangen», während man sich doch darauf hätte konzentrieren sollen, Gesetze zu ändern. «Wir haben jetzt die Bezahlung bekommen. Aber die wirkliche Gleichheit gibt es erst, wenn die Sorge für die Kinder geregelt ist. Und das ist noch nicht geschehen, jedenfalls nicht für jene, die es wirklich brauchen», sagte Lessing.

Doris Lessing, CH (* 22. Oktober 1919 in Kermānschāh, Iran; † 17. November 2013 in London[1]; gebürtig Doris May Tayler) war eine britische Schriftstellerin. Im Jahr 2007 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.

https://de.wikipedia.org/wiki/Doris_Lessing

Zaunkönigin am 24. September 2015

Nun ja, wann und warum ich lache dürften Sie gar nicht abschätzen können.

Anhand Ihrer neuen Ausführungen kann ich aber erkennen, dass Sie gar nicht begriffen haben um was es mir geht.

Bleiben Sie in ihrer theoretischen Welt. Sie fühlen sich offensichtlich wohl darin. Mich findet man da nicht.

Marcus am 24. September 2015

Die Auseinandersetzung zwischen Feminismus, da ist im Moment die bekannteste aktive Vertreterin Anne Wizorek und den Frauenrechtlerinnen, da wäre es Birgit Kelle (Verein: Frau2000plus), ist keine Fiktion. Das kann heute jeder selbst leicht nachforschen.

Der Feminismus steht nicht mehr alternativlos da.

Beide Seiten werden Frauen Angebote machen.
Die Angebote der Frauenrechtlerinnen werden mehr Frauen ansprechen.

Marcus am 24. September 2015

Es werden Gegnerinnen auf Augenhöhe sein -> Baden-Württemberg

Bruchsal (idea) – Die an der Gender-Ideologie orientierte Bildungspolitik in Baden-Württemberg führt zur Zersetzung der bewährten klassischen Familie. Diese Ansicht vertrat der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Weltanschauungsfragen, der Theologe Michael Kotsch (Horn-Bad Meinberg), am 4. September bei einer Podiumsdiskussion des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Bruchsal bei Karlsruhe.

[...]

Die Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus“, die Publizistin Birgit Kelle, warf der LSBTTI-Lobby vor, „immer dreister und totalitärer aufzutreten“, um andere Meinungsäußerungen zu verhindern. Sie lobte den breiten Widerstand gegen ein staatliches Umerziehungsprogramm an Baden-Württembergs Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen.

[...]

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Guido Wolf, kündigte an, im Fall seiner Wahl zum nächsten baden-württembergischen Ministerpräsidenten „Politik für die Mitte und das Ganze der Gesellschaft“ zu machen, statt Randgruppen zu hofieren.

Ganzer Artikel ->
http://www.idea.de/politik/detail/gender-ideologie-zersetzt-die-familie-92013.html?tx_newsideade_pi1[uuid]=92013&cHash=6a8175ba45f6bcf632abad0d79680cae

Zaunkönigin am 25. September 2015

Ja, Marcus, und trotzdem verstehe ich immer noch nicht worüber sie schreiben und was konkret Ihr Anliegen und Ziel ist.

Um was geht es Ihnen?