Grüne retten Druckerpatronen-Industrie

Von Andreas Theyssen am 20. November 2015

Die Öko-Partei empfiehlt ihren *********** Schluss zu machen mit ************. Damit hilft sie der ********** weil **************************************.

Der Druckerpatronen-Industrie, einer der Säulen der Weltwirtschaft, geht es schlecht. Immer mehr Menschen verweigern sich der Druckerpatrone, lehnen es ab, beispielsweise 30,99 Euro für einen Tintencontainer von Hewlett-Packard zu bezahlen. Stattdessen nehmen sie die Original-Plastikpatrone (Materialwert: ca. 0,05 Euro) und lassen sie für ein paar Euro wieder mit Billigtinte auffüllen. Das belastet natürlich die Branche.

Doch jetzt naht Rettung. Dank der Grünen. Sie erinnern sich: Das ist jene Partei, die so unwichtig geworden ist wie die FDP, aber im Moment noch im Bundestag sitzt.

Moment, werden Sie sagen: Das ist doch jene Partei, die wirtschaftsfeindlich par excellence ist, fast so wirtschaftsfeindlich wie Angela Merkel mit ihrem Atomausstieg.

Moment, sagen wir dann: Dass die Grünen wirtschaftsfeindlich sind, ist ein absolutes Vorurteil. Sie haben den Windenergieproduzenten zu enormen Geschäften verholfen, auch der Solarenergiebranche (zumindest der in China). Und vor der letzten Bundestagswahl haben sie einen Veggie-Day gefordert, was der Vegetarier- und Vegan-Nahrungsmittelbranche – eine potenzielle Stütze der deutschen Volkswirtschaft – auch zu enormen Umsätzen verholfen hätte. Aber da wurde bekanntlich nichts draus.

Die grüne Hilfe für die Druckerpatronen-Branche – daraus wird nun definitiv etwas. Den Grünen liegt bekanntermaßen die Gleichstellung von Mann und Frau besonders am Herzen. Doch bei der Gleichstellung herrscht ziemlicher Wildwuchs, selbst bei den Grünen selber. Mal schreiben die Leute MitgliederInnen, mal Mitglieder_innen, mal Mitglieder*innen. Und ganz klar ist: Bei so viel ungleicher Orthografie kann es mit der Gleichstellung nichts werden.

Deshalb bringen die Ordnungspolitiker von den Grünen jetzt Ordnung ins geschriebene Chaos. Auf ihrem nächsten Parteitag wollen sie beschließen, dass vor dem –innen grundsätzlich ein *, vulgo: Gender-Star, zu stehen hat. Und nicht ein I oder gar ein _. Es hat also künftig Grünen-Mitglieder*innen zu heißen oder auch Terrorist*innen oder Verbraucherschützer*inneninitiative.

Das ist verdienstvoll, nicht nur aus ordnungspolitischer Sicht. Sondern auch für die Druckerpatronen-Hersteller*innen.

So ein versales I bei MitgliederInnen oder auch ein Unterstrich (Mitglieder_innen) verbrauchen ja nur einen Hauch Druckerfarbe. Ein hübscher Gender-Star – zur Erinnerung: * – hingegen schluckt glatt das Doppelte an Tinte. Bei dem nach dem Parteitagsbeschluss zu erwartenden schriftlichen Sternenregen werden unsere Druckerpatronen also besonders schnell leer sein. So schnell, dass wir es uns gar nicht leisten können, irgendwelche Krauter*innen aufzusuchen, die Druckerpatronen auffüllen und sich in der Regel in den Billigeinkaufstraßen irgendwo zwischen Ein-Euro-Shops und Kamps-Backshops verstecken. Also werden wir in unser Gender-Star-Not doch wieder zum nächsten Schreibwarenladen rennen und dort die 30,99-Euro-Originalpatrone vom Hersteller kaufen.

Das ist klasse, das ist prima, so kommt die marode Branche wieder auf die Beine. Und Hewlett-Packard sollte ernsthaft über eine kleine Parteispende für die Grüne*innen nachdenken. Es darf auch ein bisschen Tinte sein. Alle anderen dürfen der Partei gerne ein wenig Hirn spenden.

Andreas*in Theyssen*in, Autor*in in Berlin, schreibt die OC-Kolumne „Mein(e) Held*in der Woche“ freitags.

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Zaunkoenigin am 20. November 2015

:-) ... jössas, gerade hätte ich mich fast an meinem Kaffee verschluckt oder alternativ den Monitor getauft.

Nachdem ich mich jetzt wieder beruhigt habe... danke für diesen Lacher ;-).

Deichmohle am 21. November 2015

Den Buhmann und den Bösewicht haben Feminist*innen nie gegendert - ganz im Gegenteil, Diffamierung des Männlichen begründete ihre Ideologie.Weniger witzig: Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt richtet Genderideologie seit Jahrzehnten weltweit schwere Schäden an, auf Kosten der meist unwissenden Steuerzahler. Beweise liefert die Buchreihe "Die beiden Geschlechter" von Jan Deichmohle.
http://www.amazon.de/s/field-keywords=Deichmohle+Geschlechter

Grün*innen fordern Genderung_in der SprachIn - hahaha.

Zaunkoenigin am 23. November 2015

Oooooh jeeee.. armes Dauerle... arme(r) Deichmohle.... immer bierernst, immer den Ernst der Lage sofort blickend. Ohjemine .... Ach je, ich finde es todtraurig, wenn ein Mensch Komik nicht erkennen kann.

Oder .... halt ... ging es gar nur um kostengünstige Werbung?