Die sechs Rhetoriktricks der Frauke Petry

Von Falk Heunemann am 3. Dezember 2015

Gegen die AfD-Vorsitzende kommt in Talkshows scheinbar niemand an. Doch nicht etwa wegen ihrer Argumente, sondern weil viele auf ihre Ausweichtricks hereinfallen. Sechs Belege aus der Talkshow „Hart aber fair“.

Georg Mascolo ist ganz gewiss ein kluger Mann, das kann ja gar nicht anders sein bei einem ehemaligen „Spiegel“-Chefredakteur. Wenn das so ist, dann wusste er das am Montagabend durchaus lange Zeit zu verbergen. Da saß er in der Sendung „Hart aber fair“ und sollte den überparteilichen Experten geben zum Thema „Woher kommt der rechte Hass?“. Links von ihm hatte Frauke Petry Platz genommen, die Vorsitzende und Tonangeberin in der AfD. Gegen die studierte Chemikerin aus Sachsen kam Mascolo jedoch nicht an.

Vielleicht hätte der oberste Rechercheur der Republik – er ist Chefredakteur des Mega-Rechercheverbunds aus „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR – sich vorher mal damit beschäftigen sollen, mit welchen rhetorischen Kniffen Petry gutmeinenden, aber gefühligen Widerspruch aushebelt. Womöglich hätte er sich nämlich dann besser darauf vorbereitet, statt einfach zu staunen, zu schweigen und den Kopf zu schütteln. Und nicht nur er.

1.) Reden, reden reden, bis das Thema stimmt. Das zeigt sich schon bei der ersten Frage von Moderator Frank Plasberg an sie: Was denn die Gewalttaten ihrer Meinung nach auslöse. Fast zwei Minuten redet sie danach, sie redet über den Unterschied von „rechts“, „radikal“ und „rechtsextrem“, dass ihre Partei nichts gegen Flüchtlinge habe, aber gegen das Asylrecht, dass die Medien ihre Anhänger dämonisieren würden. Woher die rechte Gewalt nun kommt? Diese Frage haben die Diskutanten – und der Moderator – danach vergessen. Petry hat die Diskussion gedreht auf das ihr genehme Thema der angeblichen Unterdrückung der Meinungsfreiheit.

Dabei wäre es interessant gewesen, Petry ins Kreuzfeuer zu nehmen. Denn mittendrin meinte sie: Wenn man die Zahlen der Anschläge auf Asylbewerberheime (700) vergleiche, dann sei es doch nur so gestiegen wie die Zahl der Bewerber. Heißt das also, die Bewerber sind schuld? Ist das wirklich eine legitime Rechtfertigung? Doch keiner fragt an dieser Stelle nach, man ist ja schon beim nächsten Thema.

2.) Die anderen haben aber auch… Als der SPD-Politiker Boris Pistorius auf hetzende Begriffe in den AfD-Reden verweist wie „Asylflut“ und „rigorose Maßnahmen dagegen“, springt Petry mit dem Klassiker dazwischen: Die Anderen machen das ja auch. Die Medien würden von „Asyl“ reden, obwohl das gar kein Asyl mehr sei, sagt sie. Und die Linksextremen würden ja auch extreme Begriffe verwenden. Das „Linksextremen“-Wort ruft sie auch später, als es um die Hassmails gegen Journalisten geht: Wir, die AfD, erhalten doch auch solche Hassmails, allerdings von der anderen Seite.

Keiner stoppt sie. Keiner hakt nach, ob das etwa bedeutet, dass Rechte Hassmails schreiben und Hassreden halten dürfen, solange es andere auch tun. Polizistengewerkschafter und CDU-Politiker Joachim Lenders, (der wissen müsste, dass im Jahr 2014 von Rechten 16.559 politisch motivierte Straftaten verübt wurden, vier mal mehr als von Linken), sekundiert ihr sogar.

Pistorius, immerhin, versucht dagegen zu halten, dass der „Die Anderen machen doch auch“-Trick nicht mehr sei als ein Ablenkungsmanöver – wird aber von Plasberg zum Schweigen gebracht. „An dieser Stelle müssen wir abbrechen.“

3.) Das Thema ist kein Thema. „Es geht hier nicht um Hass.“ „Darüber müssen wir hier nicht reden.“ „Es geht hier nicht um Gewalt.“ „Ich rede nicht über Straftaten.“ „Darum geht’s nicht“. Solche und ähnliche Sätze sagt sie immer wieder. Mit diesem Kniff weicht sie dem gestellten Thema aus und kann das ihr Unangenehme ausblenden (nämlich, dass es den Hass und die Gewalt zunehmend gibt) und über „friedliche Bürger“ reden. Ach, die schwingen Hassreden und äußern sich rassistisch? „Darüber müssen wir hier nicht reden.“

Es fehlt ein: Doch, müssen wir. Weil Menschen verletzt werden und unterdrückt werden.

4.) Die angeblich falschen Begrifflichkeiten. Petry hat offenbar von Oskar Lafontaine gelernt: Dieser gab auf Linken-Parteitagen gern den Sprachentlarver, behauptete, dass die „Neoliberalen“ versuchen würden, beschönigende Begriffe wie „Freisetzung“ zu etablieren, wenn sie Entlassungen meinen. Dass ihm das niemand abnahm, störte ihn nicht. Lafontaine konnte sich inszenieren als derjenige, der weiß, wie die “Mächtigen” das “Volk” manipulieren. Und seine Anhänger bejubelten ihn dafür. Dass sie selbst dabei manipuliert wurden, merkten sie nicht.

Die neuen Rechten machen es ähnlich: Als Plasberg endlich fragt, ob Petry meine, dass die Flüchtlinge schuld seien an der Gewalt, strebt sie eine Begriffsdebatte an: Das seien doch gar keine Flüchtlinge. „Das sind Asylbewerber und Wirtschaftsmigranten.“ Es sei an der Zeit, sie richtig zu benennen, aber diese Ehrlichkeit vermisse sie in den Medien.

Was? Die Frage war, ob sie meine, Flüchtlinge seien schuld an der Gewalt. Das weiß aber nach ihrem Monolog keiner mehr.

Übrigens: Rund die Hälfte der mehr als 330.000 Asylanträge in diesem Jahr (Stand 10/2015, Quelle: Bamf) wurde von Menschen aus den Kriegsregionen Syrien, Irak und Afghanistan gestellt. Allein aus Syrien waren es mehr als 100.000. Diese Zahlen werden Petry aber nicht vor den Kopf geknallt. Mascolo, der Rechercheur, hält ihr nur schwach entgegen, dass „ganz viele“ vor Krieg und Hunger fliehen. „Aber nicht alle“, entgegnet Petry. Und: „Das geht gerade am Thema vorbei.“ (siehe 3.).

5.) Ist doch alles nur Spaß. Lügenpresse sagt Frau Petry ja nicht mehr, sondern Pinocchio-Presse. Ihre Delegierten fanden das witzig. Pinocchio, nur zur Erinnerung, ist eine Märchenfigur aus Holz, die mit Feen und Tieren spricht und mehrfach zu Unrecht verfolgt wird, bis sie am Schluss erlöst wird. Was der Vergleich bedeuten sollte, wurde Petry gefragt. „Ich hab für mehr Humor plädiert, dass wissen Sie doch.“

Es sei denn, der Humor richtet sich gegen die AfD, natürlich – wie etwa, als die „heute show“ einen Clown als Interviewer zu einer Demo schickte, der dann fast verprügelt wurde. Da verstehen die AfD und ihre Anhänger keinen Spaß. Das ist ja dann Unterdrückung durch den Mainstream und die „Lügenpresse“.

6.) Niederbrüllen. AfD-Anhänger behaupten ja gern, ihre Meinung werde unterdrückt. Das kann Petry nicht gerade von sich behaupten. Ihre Parteitagsrede wurde bei Phoenix live übertragen und in den Nachrichten zitiert, und sie kann bei Plasberg weitgehend ununterbrochen reden: Sie kam in der Sendung 17 Mal zu Wort (ohne Zwischenrufe) und erhält zusammengezählt rund 15 Minuten Redezeit – das ist nicht schlecht in einer knapp einstündigen Debatte mit fünf Teilnehmern, einem selbstbewussten Moderator und diversen Einspielfilmchen.

Die gleiche Redefreiheit gönnt sie anderen nicht: „Das ist doch unsinnig, ach hören Sie doch auf“, „Blödsinn“, „Sie haben doch versagt“, ruft sie etwa dazwischen, als SPD-Politiker Pistorius darauf hinzuweisen versucht, dass Journalisten und Beobachter auf Pegida-Demos attackiert wurden (was von Kameraaufnahmen mehrfach belegt wurde).

Oder: Als Mascolo endlich mal das Wort ergreift und auf verfängliche Zitate von AfD-Politikern verweist, ruft Petry wiederholt laut dazwischen, um ihn zu übertönen: „Ach hören Sie doch auf, Sie wissen doch… Sie wissen doch, wie wir mit solchen Personen umgegangen sind“, „Erzählen Sie doch die ganze Geschichte.“ Würde Mascolo sicher, wenn die alternativdeutsche Sächsin ihn nur ließe. Und Plasberg, der Moderator.

Petry versteht es, das deutsche Talkshow-Format gnadenlos für sich auszunutzen, bei dem zu viele Personen eingeladen werden, die alle zu Wort kommen wollen. Bei nur einem Diskussionsgegner – erst recht wenn es ein gut vorbereiteter, recherchierender Journalist wäre – gelänge ihr sicher das nicht.

Falk Heunemann, Autor in Berlin, schreibt die OC-Kolumne „Auf einen Klick“ jeden Donnerstag.

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Roland Rinnau am 4. Dezember 2015

Rein oberfläch betrachtet, hat Frauke Petry die Runde dominiert. Wirklich besser, wahrhafter oder treffender war keine ihrer Aussagen.

Bleibt mir die Frage - ist die rein personelle "Überlegenheit" ihrer "Gegner" womöglich nur ein Deckmantel für verborgene Unterstützung oder wahres Unvermögen?

Die Beschreibung der Abläufe hier jedenfalls trifft "en detail" zu. Die Frage bleibt. Rückgriff auf machtbesessene Mächtige der Historie:

"Die Menschen sind der Verführung ausgesetzt; sei es durch Selbstüberschätzung, durch den Glanz der Größe oder durch List schlechter Menschen, daß ihr Gewissen hintergangen werden kann, hätten sie auch die allerbesten Vorsätze."

Friedrich II., der Große

Axel Berger am 4. Dezember 2015

Einer ganzen Runde von Menschen, die nur Rhetorik und außer Rhetorik eigentlich nicht viel gelernt haben, gelingt es nicht, eine einzelne Naturwissenschftlerin, eine Vertreterin genau der Gruppe, der man nachsagt, nicht öffentlich reden zu können, niederzubrüllen. Und hinterher weinen sie jetzt, wie unfair die Welt sei und behaupten 1:1 wäre viel gerechter gewesen als alle gegen eine.

hajue am 4. Dezember 2015

"Der oberste Rechercheur der Republik" wird mit einer Chemikerin aus Sachsen nicht fertig. Das spricht aber nicht gerade für einen guten Zustand des deutschen Qualitätsjournalismus.

Somaro am 4. Dezember 2015

Die Schuld und Verantwortung liegt bei den Moderatoren. Von Redaktionsseite scheint vorgegeben, Hetze und Diffamierungen freien Lauf zu lassen weil das Quote bringt. Punkt.

Deshalb lässt Plasberg auch keine Kritik zu, sonst könnten die Zuschauer ja auf die Idee kommen, da würde differenziert diskutiert werden und wende sich (nach Vorstellung der Redaktion!!) gelangweilt ab.

Also die anderen Teilnehmer werden unterdrückt, ja, von einer "Lügenpresse"-Moderation, die auf Brandanschlag-komm-raus unbedingt eine Quote erreichen will. Eben ohne Rücksicht auf Verluste oder den dadurch weiter steigenden Hass. Und das geht am Besten, in dem man kritische Nachfragen unterdrückt und einer AfD-Vertreterin möglichst viel Raum gibt.

Christian Hintze am 4. Dezember 2015

@Axel Berger (#2)

Ich habs jetzt bestimmt vier mal gelesen. Aber verstehen tu ichs immer noch nicht. Was sie meinen. Vielleicht möchten sie mir weiterhelfen, wenn sie nicht nur trollen wollten?

Ob jetzt die "ganze Runde von Menschen" außer Rhetorik nicht viel gelernt hat, kann ich nicht beurteilen. Schön dass sie das wissen. Zugleich stimme ich zu, dass man oft "Experten" gezeigt bekommt, die irgendwie nicht so richtige Experten sind. Das kommt vor in unserem Mediensystem, wird ja auch oft kritisiert. Nun gut.

Aber inwiefern war hier je die Rede davon, Frauke Petry "niederzubrüllen", wie sie implizit unterstellen? Ist doch nun egal, wer was wie gut gelernt hat - oder eben auch nicht gelernt hat. Davon, dass Petry niedergebrüllt werden soll(te) war doch nirgends die Rede, oder?

Dann schreiben sie, Petry sei "eine Vertreterin genau der Gruppe, der man nachsagt, nicht öffentlich reden zu können". Ich persönlich jedenfalls habe noch nie jemanden über die AfD sagen hören, die AfD oder ihre Mitglieder könnten nicht öffentlich reden. Wer behauptet denn das? Ich habe den Eindruck, dass, so mit Parteitagen und so Kram, die AfD sehr wohl öffentlich reden kann.

Weiterhin unterstellen sie, der Autor würde weinen, die Welt sei unfair, und irgendein anderes Format wäre gerechter gewesen, als alle gegen eine. An diesen Behauptungen ist nun so viel schief, ich weiß gar nicht genau wonach ich da fragen soll. Zunächst mal habe ich den Autor nicht weinen sehen oder hören, und rauslesen konnte ichs auch nicht. Weiterhin wird die Frage der Gerechtigkeit im Beitrag auch gar nicht thematisiert, wie denn auch? Wie kann denn eine Diskussion schon gerecht sein? Fair halt, und soweit ich das da herauslese, war das Format mehr als Fair zu Frau Petry (allein ein Viertel der Sendezeit als Redezeit, unwidersprochene Tatsachenbehauptungen, usw.).

Insofern "behauptet" wird da ja gar nichts. Es wird befunden. Und der Autor befindet eben, an und für sich doch irgendwie mit ihrer Meinung im Einklang, die anderen Diskussionsteilnehmer könnten nicht viel mehr als nur Rhetorik, dass ein einzelner mit Faktenwissen ausgestatteter Diskussionspartner ohne Zwang zum Themen abhaken Frau Petrys ausweichender und ablenkender Art zu Antworten hätte Paroli bieten können. Und befinden, dass ein solches Gesprächsformat besser gewesen sein, darf man doch wohl noch. Oder nicht?

Hermann Peter am 4. Dezember 2015

Roland Rinnau produziert quasiwissenschaftliches Gedöns, um von dem Pseudogequatsche der 4 generischen Mitdiskutanten abzulenken. Wenn Petry nicht so gut gewesen wäre - ja wie geplant gekreuzigt worden wäre, dann hätten die Vertreter der "Lügenpresse" und der Altparteien gejubelt - und alles wäre gut. Doch leider hat ihnen allen die gute Frauke einen Strich durch die Rechnung gemacht.

LoMa am 4. Dezember 2015

Vielen Dank für die detaillierte Analyse.

Die Hindernisse in der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der neuen Rechten liegen im rhetorischen Bereich - und somit abseits des eigentlichen Themas, wie Heunemann hier an verschiedenen Stellen gezeigt hat.
Mich erinnern Gesprächsrunden mit Vertretern der neuen Rechten oftmals an eine gemäßigte Variante von Talkshows aus den 90ziger Jahren im Privatfernsehen. Diese Politiker_innen und ihre Wählerschaft scheinen ihre Debattenkultur aus diesen Sendungen heraus entwickelt zu haben. In diesem Setting finden sich andere Politiker_innen nicht zurecht. Es ist ein bisschen als wäre Stephen Hawking bei Arabella Kiesbauer oder Sonja Zietlow zu Gast. Möglicherweise würde Ersterer ununterbrochen "WTF?" in seinen Sprachcomputer eingeben.
Die Frage (die ebenfalls bei Heunemann auftaucht, wenn auch nicht unbedingt sehr prominent platziert) ist doch viel eher: Warum machen die anderen Gäste dabei mit? Warum intervenieren die Moderator_innen nicht? Ist es wirklich eine so große und wichtige Zielgruppe, auf die hier eingegangen, die ernst genommen werden soll? Sehr erhellend ist in diesem Kontext auch der Hinweis auf die 15Min Redezeit in einer einstündigen Sendung. Das steht ja nun in keinerlei Verhältnis zur politischen Bedeutung der AfD.

@Axel Berger: Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass Naturwissenschaftler_innen nicht öffentlich reden können? Immerhin ist eine Naturwissenschaftlerin in Deutschland Bundeskanzlerin, Simone Peter als Parteivorsitzende der Grünen ist Mikrobiologin...
Was soll dieses Märchen?
Sehr entlarvend auch dieser Satz:
"Einer ganzen Runde von Menschen [...] gelingt es nicht, eine einzelne Naturwissenschftlerin [...] niederzubrüllen."
Das ist eben nicht einer Debatte angemessen, sondern - wie ich bereits schrieb - einer Talkshow im Privatfernsehen aus dem letzten Jahrtausend.

LoMa am 4. Dezember 2015

@ Hermann Peter: Warum schreiben Sie Lügenpresse mit ""? Dem Rest ihres Kommentars nach zu urteilen, sollten sie die Anführungszeichen weglassen können.

Zaunkoenigin am 4. Dezember 2015

Das was da bei "hart aber fair" - dieses Mal mit Petry - ablief ist so neu nun auch wieder nicht und hat auch wenig bis nichts mit der AfD zu tun.
Ich verstehe also das Geheule nicht. Warum beklagen Sie ausgerechnet jetzt eine Unsitte die bei anderen (weniger "offiziell anrüchigen" Politikern") toleriert bzw. sogar akzeptiert wird?

Nebenbei bemerkt finde ich diese Sendung (wie die meisten sogenannten Talkshows) sowieso grenzwertig und nicht dafür geeignet sich eine qualifizierte Meinung zu bilden.

kdm am 4. Dezember 2015

So und nun die "Rhetoriktricks" der anderen anprangern, vielleicht auch die, die dem Schreiber politisch näher stehen. Ach, da gibt's niemand? Die sind & reden alle ehrlich und offen? Die wollen nur das Beste? Achso, natürlich.

LoMa am 4. Dezember 2015

@ Zaunkoenigin:
"Warum beklagen Sie ausgerechnet jetzt eine Unsitte die bei anderen (weniger „offiziell anrüchigen“ Politikern“) toleriert bzw. sogar akzeptiert wird?"

Welche Unsitte meinen Sie?

Hermann Peter am 4. Dezember 2015

An LoMa,
das hätten Sie ja wohl gerne, damit Sie mich in eine Schublade stecken könnten, eine sehr bequeme und beliebte Vorgehensweise - und Ausweis nicht vorhandener Qualität.

LoMa am 4. Dezember 2015

@ Hermann Peter: Nein, ich bitte Sie ihre eigene Schublade zu bauen und drin zu wohnen.
Wieso haben Sie denn Lügenpresse in Anführungszeichen, Altparteien aber nicht? Beide Begriffe werden in der Regel bei der AfD ohne Anführungszeichen verwendet. Wo ziehen Sie die Grenze? Was ist für Sie der Unterschied?

Typ am 4. Dezember 2015

Wie "Derailing" funktioniert wissen die ganzen "nicht" Rechten hier in den Kommentaren auch ganz genau.
Iat halt Methode, wenn man außer irrationalem Hass nichts hat - erst recht keine Argumente.

Wie schaffen die ganzen AfD Trolls es eigentlich immer die Kommentarspalten direkt nach Erscheinen der Artikels zu fluten?
Alle arbeitslos und frustriert? Hat "der Ausländer" euch die Arbeit weggenommen?

DEYTOOKAAAJAAAAABSS!!!!

Hermann Peter am 4. Dezember 2015

An LoMa,
das kann ich Ihnen sagen. Ich habe seinerzeit die Grünen mitbegründet und bin noch heute Mitglied. Damals haben uns die - wie man damals sagte - etablierten Parteien ungefähr genau so behandelt, wie man heute die AfD behandelt. Mit dem Erfolg, dass wir immer wuchsen. Deshalb Altparteien (der neue Begriff) ohne Anführungszeichen.

Ich würde alles dafür geben, dass man die AfD als neue Kraft fair behandelt - auch wenn ich ihre Inhalte nur begrenzt teile. Leider bin ich da bei meiner eigenen Partei nur Aussenseiter. "Lügenpresse" deshalb, weil ich bei der Presse die Hoffnung auf Besserung noch nicht aufgegeben habe. Aber es ist schon sehr beschämend, in welche Richtung sie sich entwickelt.

pinocchio am 4. Dezember 2015

pinocchio ist vor allem dafür bekannt, dass seine holznase bei jeder lüge länger wurde!

LoMa am 4. Dezember 2015

@ Hermann Peter
Zu dem Begriff "Altpartei": Ach okay, sie beziehen sich auf eine Definition des Begriffs, die in der Linken der 70er und 80er Jahre geprägt wurde, und nicht der Verwendung wie sie heute bei der neuen Rechten vorzufinden ist. Das ist, insbesondere bei einem AfD-Sympathisanten (ist die Bezeichnung in Ordnung für Sie?), schon sehr missverständlich, da die neue Rechte Altpartei im Sinne eines Synonyms für Systempartei verwendet.
Ich habe es schon oft gehört, aber ich verstehe wirklich nicht, was Menschen, die mit der AfD sympathisieren, unter fairer Behandlung verstehen? Was wäre denn fair?

Rob am 4. Dezember 2015

Deswegen bin ich der Meinung:

Weg mit solchen populistischen Talkshows ohne Nutzen und Sinn. Außer zu Polarisieren und Schwarz-Weiß-Denken zu fördern und eine gewisse Form von römischer Arena "Brot und Spiele" haben die sonst keinen Sinn, sind sogar gefährlich, weil sie ohne Probleme Manipulieren können, wie man ja wieder gesehen hat.

Vielmehr sollte wieder -investigativ gut recherchierten- Dokumentationen mehr Raum gegeben werden. Dort wird und wurde bereits sehr oft all das Übel schon ziemlich früh aufgedeckt, was dann später in Talkshows leider wieder bis zur Müdigkeit und Abstumpfung totdiskutiert wurde, bis es keinen mehr interessierte.

Falk Heunemann am 4. Dezember 2015

@pinocchio.
Dass die Märchenfigur für die wachsende Nase bekannt ist, habe ich ja nicht bestritten. Es ist nur bei Gleichnissen hilfreich, die ganze Geschichte zu kennen, um beurteilen zu können, ob das Bild tatsächlich funktioniert.

@Rob.
Diskussionsarenen sind konstitutiv für die Demokratie, um Positionen zu präsentieren und abwägen zu können. Deswegen sollten sie nicht per se abgeschafft werden. Was aber natürlich auch nicht nicht heißt, dass man die Akteure (Teilnehmer und Moderator) für ihr Auftreten im Einzelnen nicht kritisieren sollte - im Gegenteil.

@Hermann Peter: Wie kommen Sie darauf, dass Frauke Petry, wie Sie schreiben "gekreuzigt werden" sollte? Sie erhielt doch ausführlich Gelegenheit zur Stellungnahme. Iinhaltlichen Widerspruch (den ich ja wie beschrieben vermisste) und Nachhaken bei angeblichen Argumenten ist kein "kreuzigen", sondern normale Debatte. Sklaven in antiken Rom hätten sich sicher über diese Form der "Kreuzigung" gefreut, zumal sie nur eine Stunde ging und in einem warmen Studio abgehalten wurde.
Übrigens: Eine Kreuzigung dürfte schon deshalb niemandes Ziel sein, weil dabei meistens Märtyrer entstehen.

@kdm
Wenn sie meine früheren Kommentare durchsehen, werden Sie sehen, dass ich wiederholt Talkshows und Politikerauftritte kritisiert habe - positiv wie negativ. Aber eine Frage: Selbst wenn andere Politiker ähnliche Taktiken versuchen (was ich nicht bestreite) und Sie das verwerflich finden, warum soll es dann bei Frauke Petry nicht verwerflich sein?Ist ein Lügner damit entschuldigt, dass andere lügen? (Nein, ich nenne Petry nicht eine Lügnerin, das ist eine Metapher bzw. Allegorie, keine Gleichsetzung)

Florian Müller am 4. Dezember 2015

Zu 1) und dem Argument mit den gestiegenen Zahlen an Flüchtlingen: Auch das hätte ich gerne detailiert vorgerechnet. Je nachdem welche Zahlen man verwendet kann man auch Zeigen, das z.B. die Zahl der Asylbewerber nur um den Faktor 1.8, die Zahl der Angriffe auf Asylbewerberheime aber um den Faktor 3 gestiegen ist.

Rob am 4. Dezember 2015

@Falk Heunemann

Volle Zustimmung, Diskussionen sind wichtig, aber nicht nur für die Demokratie, sondern vielmehr in der Demokratie. Wir haben ja bereits das Recht zu diskutieren. Allerdings haben Macher solcher Talkshows immer auch Angst um schlechte Quoten und bringen daher gerne mal "zu viel" an polarisierendem Theater und "Spannung" rein. Wie gesagt, ich bin der Meinung, dass solche Talkshows der Demokratie eher unnütz sind, weil sie ja eher auf Krawall gehen (unterdrücktes Volk, kämpfe!!!) als auf konstruktive Diskussion. Demokratie als solche kann und darf auch mal "langweilig" sein, das ist ja das tolle an ihr und ihren Freiheiten. Sie darf aber nicht für den einfachen und banalen unterhaltenden Sinn missbraucht werden. Das ist einfach nur Show und undemokratisch, vor allem, wenn immer nur die gleichen Leute eingeladen werden. Es sind ja gefühlt immer die gleichen Themen und die gleichen Leute, die dort reden. Da könnte man danach dann gleich Helene Fischer und den Musikantenstadt bringen, das ist dann auch nicht weniger Populistisch, aber genau so undemokratisch.

Petra am 4. Dezember 2015

Rede schnell, rede laut, rede viel. Das Credo aller AfD-Größen seit Lucke.
Nach Frauke Petry auch der Herr Hampel aus Niedersachsen bei Anne Will.
Im Grunde hätte doch die Frage gereicht, wie sich Frau Petry mit ihrem derzeitigen LAG Pretzell auf dem Bundes(Lügen-)Presseball amüsiert haben, um der Dame den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Bilder waren ja schon am Sonntag im Umlauf.
https://mopo24.de/nachrichten/afd-bundespresseball-petry-30022

Onkel Uwi am 4. Dezember 2015

@Falk Heunemann

Ich stimme Ihnen in allen 6 Punkten zu. Allerdings glaube ich nicht, dass das bewusste Taktik bei Frau Petry ist und sie damit das Talkshow-Format ausnutzt. Vielmehr ist das schon die Wirkung ihrer Überzeugungen.

Die gleiche Gesprächskultur (im negativen Sinne) weisen alle Fanatiker auf. Sie sind gänzlich unfähig, andere Meinungen und Sichtweisen zu erfassen, weil der Glaube an Ihre eigene Unfehlbarkeit ihren Schädel völlig ausfüllt und nichts anders mehr zulässt.

Deshalb ist ein Dialog mit solchen Menschen auch absolut unmöglich, egal ob es sich nun um Vorsitzende oder Anhänger einer Partei, Hardcore-Fußballfans, Jünger eines Pop-/Youtube-Sternchens handelt. Alle reagieren genau nach dem gleichen Muster in Stammtischmanier, wenn man versucht eine andere Meinung zu äußern oder schlimmer: wenn man es wagt, sie zu kritisieren bzw. sie zu widerlegen.

Vermutlich hat jeder irgendein Gebiet auf dem er ähnlich angepisst reagiert, wenn sein Gegenüber nicht zustimmt.

Man kann sich mit Frau Petry bestimmt gut über Chemie oder My Little Pony unterhalten, über Politik mit Sicherheit nicht (es sei denn, man ist AFD-Anhänger).

Hermann Peter am 4. Dezember 2015

An LoMa, auf Ihre Frage nach der Fairness: Ich fände es zum Beispiel fair, wenn Gaststättenbetreiber nicht bedroht werden, falls sie ihre Räume einer Parteiveranstaltung zur Verfügung stellen. Sie nicht? Dann wären Sie evtl. Anhänger der Antifa? Das wäre sehr bedauerlich.

Hannes Akiff-Sarragen am 4. Dezember 2015

Frauke Petri spielt in einer Liga wie Sahra Wagenknecht, die eine rechts, die andere links. Gegen beide kommen Moderatoren und Mitspieler schlecht an. Man sollte beide mal gegeneinander antreten lassen, nur die beiden.

Karl am 4. Dezember 2015

@Hannes Akiff-Sarragen
Dann würde Petry tricksen und Wagenknecht argumentieren. Dabei würden hunderte von Dummbatzen den Unterschied nicht erkennen und entweder behaupten, Wagenknecht sei nicht auf Petry eingegangen oder Petry sei absichtlich missverstanden worden, oder sie würden - wie der schwarze Ritter in Ritter der Kokosnuss - auf Unentschieden plädieren.

Karl am 4. Dezember 2015

@kdm
Das ist Trick Nr. 2

superkommentator am 4. Dezember 2015

Frau Petry vorzuwerfen, sie hätte das Gespräch an sich gerissen und alle übertönt, ist gehässig. Sie hatte das Spiel "Einer gegen fünf" zu spielen, natürlich muss sie da proportional mehr Redezeit haben!

Mimi Schrillmann am 4. Dezember 2015

Vielen Dank für diese genaue Analyse!
Warum nur lässt man Menschen wie Petry und Höcke von Scheinmoderatoren wie Jauch oder Plasberg ungestört ihre aus dem nationalistischen Geist des 19 Jahrhunderts gewonnen Thesen verbreiten? Erschreckend.
Darf ich darauf hinweisen, dass das "das" im Zitat von Petry unter Punkt 5 ein S zu viel enthält? („Ich hab für mehr Humor plädiert, das(s) wissen Sie doch.“)

Stephan am 5. Dezember 2015

Seit wann ist denn rhetorische begabung, oder wenn sie so wollen, rhetorisches geschick, in der politik als negativ auszulegen? Politik ist nicht Wissenschaft, insofern spielen nicht nur inhalt sondern auch rhetorische führungsfähigkeiten eine rolle. Hier soll nicht DIE wahrheit gefunden werden (die es in einer demokratie ohnehin nicht gibt). Ich bin auch kein AFD fan, aber dieser artikel behandelt die afd sportlich gesehen zutiefst unfair. Auch das argument, warum sie denn den gleichen anteil an redezeit wie alle anderen bekomme, ist weder sportlich faires noch demokratisches gedankengut. Wir müssen mit dieser aushöhlung der demokratie aufhören, gleiche voraussetzungen für alle, wie im sport. Wenn demokratie einer noch ""höheren" "instanz als lenkung bedarf, ist es lediglich eine diktatur in demokratischenr hülle.

Bernd Klein am 5. Dezember 2015

Analysen, die kein Mensch braucht, oder wie hätte man das Match doch noch gewinnen können. Das Spielergebnis steht: ein Powerplay der Rhetorik, Smartness und des Charmes einer Powerfrau mit bester Werbung für ihre Partei. Die übliche Konstellation - alle vermeintlich Guten gegen einen bösen Afd - Politiker mit einer jämmerlichen Vorstellung der Afd - Gegner. Stellt sich die Frage, warum haben sich diese 4 vermeintlichen Medienprofis nicht besser auf eine solche hochkarätige Gegnerin vorbereitet haben ??? Arroganz kommt immer vor dem Fall. Der Erfolg der totgesagten Afd ist massiv begünstigt worden durch einen humanitären Egotrip einer Angela Merkel und der widerrechtlichen, "diktatorischen"und dilettantischen Umsetzung einer durchaus guten Absicht. Die Deutschen haben zu folgen oder werden als Pack und rechtsradikal diffamiert - unsere Ängste werden mit Füßen getreten.Die undifferenzierte, unkritische, pro - asyl - euphorische Berichterstattung der Leitmedien tat ihr übriges dazu -ein journalisches Totalversagen.Die AfD ist die einzige Partei, die sich mit Courage gegen diesen sozialromantischen Größenwahn kämpft und vielen Menschen aus der Seele spricht. Die Afd ist keine Reinkarnation des ultimativen Bösen. Sie ist eine obligatorische Rückkehr zur Demokratie und zum Rationalen. Ihre Etablierung wird unvermeidbar sein,und viele Deutsche werden sich für die Merkelsche Horrorshow und Unbeirrbarkeit revanchieren.Aus Sorge um ein schönes Land. Bernd Klein

frieder am 5. Dezember 2015

Was ich ganz deutlich aus dem Artikel heraus lese: Falk Heinemann ist der einzige, der alle Tricks von Frau Petry durchschaut und vor allem auch genau weiß, wie man darauf zu reagieren hat. Wann gibt es also endlich das Duell Petry - Heinemann? 1:1, mit genau aufgeteilter Sprechzeit. So schnell könnte dem Spuk AfD ein Ende gemacht werden.

Falk Heunemann am 5. Dezember 2015

@frieder
Wo steht, dass ich der EINZIGE bin, der die Tricks durchschaut? Die kann jeder erkennen, wenn er sich nur Mühe gibt. Die habe ich mir gemacht.
Übrigens: Mein Nachname schreibt sich Heunemann.

Willi Bergman am 5. Dezember 2015

Sie sprechen das aus, was mir während der Ausstrahlung auch aufgefallen ist. Hoffentlich bereiten sich Redaktionen und Moderatoren künftig besser vor, um solche Tricks ins Leere laufen zu lassen. Sehr schwach von Plasberg, die Petry mit dem Pinocchio unter Hinweis auf Humor davonkommen zu lassen. Petry verdreht die Wirklichkeit und ihre Anhänger gehen ihr auf den Leim, man lese sich mal die Facebook Posts auf ihrer Seite dazu durch.

Hermann Peter am 5. Dezember 2015

An LoMa,
leider haben Sie nur sehr geringfügige Argumente - und selbst diese sind Ihnen anscheinend ausgegangen. Auch haben Sie nicht beantwortet, ob Sie Antifaanhänger sind und somit Gewalt gegen Andersdenkende gutheissen. Schade!

Hugo am 5. Dezember 2015

Ich halte die vorliegende Analyse für unzutreffend. Die meisten "rhetorischen Kniffe" werden auch von anderen angewandt und machen daher die - im Übrigen promovierte - Naturwissenschaftlerin nicht in besonderem Maße immun gegen Gegenargumente. Auf der diskursiven Ebene ist es dabei sicherlich problematisch, dass die Ausweichmanöver nicht verstärkter konterkariert werden, dies wäre die Aufgabe des Moderators.
Die Sendung krankt wie so viele Fernsehdiskussionen zum Thema Flüchtlinge schlicht daran, dass ein Konsens der Diskutanten vorliegt. Im Grunde sind sich einfach alle einig. Das mag keiner zugeben, vielleicht will es auch nicht erkannt werden. Böse an der AfD ist am Ende nur die drastische Rhetorik. In der Sache aber herrscht Einigkeit:
- So richtig will die Flüchtlinge einfach niemand. Aber irgendwie muss man sie halt aufnehmen (Genf, Asylrecht), zumindest manche.
- Flüchtlinge werden in zwei Klassen eingeteilt: die echten Kriegsflüchtlinge und die falschen Wirtschaftsflüchtlinge.

Hier will einfach niemand vehement widersprechen und eine Gegenposition einnehmen. Obergrenzen/Kontingente sind genauso Konsens wie die Unterteilung in Wirtschafts- und Kriegsflüchtlinge. Dass es hier zu keiner Diskussion kommt, liegt an den eingeladenen Gästen. Dass niemand aus eindeutigen Unterstützerkreisen (etwa Pro Asyl) eingeladen wurde, ist schlicht kritikwürdig. Dies lässt sich auch im Einzelnen genauer erläutern:
- Dunja Hayali ist - und das sage ich hier aus Medienperspektive - die perfekte gut integrierte Vorzeigemigrantin, die sich auch noch im Thema auskennt, interviewt sie ja fleißig Pegidisten und AfDler. Sie ist eigentlich nichts als ein lebendiges Gegenargument, das sagen soll: "Seht her, die Ausländer können sich doch integrieren." Wasser auf die Mühlen der AfD, die ja genau diese Assimilation einfordert und ruhigen Gewissens sagen kann, dass man ja auch gegen sie genau deswegen nix habe, nur halt gegen die anderen, die mit der Scharia und dem Kopftuch. Dies lässt sich auch anekdotisch belegen. Bei einem Interview von Hayali mit Höcke nach einer AfD-Demo, setzte diese ihm entgegen, dass sie als Ausländerkind doch integriert sei und - nun kommt der Höhepunkt - auch eine Deutschlandflagge besitze, sogar eine noch größere. Da freut sich der Nationalist, wenn sich wieder ein Schäfchen zur deutschen Nation bekannt hat und daher nicht mehr als Vaterlandsverräter beschimpft werden braucht.
- Georg Mascolo mag zwar qua Stellung als intelligent beurteilt werden (im Grunde natürlich kein zulässiger Schluss, zumal dies auf Petry eben auch zutrifft), reden kann er leider nicht, argumentieren auch nicht, aber immerhin ist auch er ein Stück lebendige Migrationsgeschichte. Wo er politisch steht, konnte man nicht herausfinden.
- Joachim Lenders, Polizeigewerkschafter, weitere Ausführungen erübrigen sich. Von so einem Mann eine Gegenrede zu Petry zu erwarten, ist Ausdruck politischer Unkenntnis. Rechte Web- und Facebookseiten lieben es, Polizeigwewerkschaftsstatements zu teilen, nicht ohne Grund.
- Oscar Pistorius, SPD, Innenminister, tja, was soll da schon kommen? Immerhin der Verweis auf die Pflicht zur Aufnahme von Flüchtlingen. Ansonsten ist es Aufgabe von Innenministern zuallererst Angst vor Flüchtlingen zu schüren und die innere Sicherheit zu gewährleisten, stehen also Seit an Seit mit der Polizei. Die SPD hat zwar noch in verstaubten Programmen irgendwas von Solidarität stehen, aber die gilt hauptsächlich der deutschen, arbeitenden Mitte, wie es dort mittlerweise heißt. Man bemüht sich redlich all die Rassisten zu verstehen, indem man ihnen das Wort redet und rechte Politik macht, bevor die "wirklich" Rechten es machen dürfen.

Dass es genau diesen in der Sendung zur Schau gestellten grundlegenden Rassismus in der deutschen Gesellschaft gibt, wurde eindrücklich durch den hervorragenden Eingangsbeitrag gezeigt. Es bedarf keiner Zugehörigkeit zu rechten Organisationen, um Rassist zu sein, solange es eine rassistische "Mitte" gibt. Diesen Umstand kann man nicht erkennen, wenn man meint, es sei eine Lösung den besseren Patrioten spielen zu wollen. Dies aufzuzeigen, dafür braucht es Menschen und Organisationen, die aktiv dagegen agieren. Diese gälte es einzuladen. Gleichwohl auch das wenig hilft, wenn - und das ist das zweite große Problem der Sendung gewesen - man einer Sendung einen falschen Titel gibt. Richtiger als "Woher kommt der rechte Hass?" wäre nämlich gewesen: "Fragestunde mit Frauke Petry und Freunden" (so viel Polemik sei hier noch erlaubt).

Felix am 5. Dezember 2015

Was Du in Deinem Kommentar zur Anzahl der Flüchtlingen aus Kriegsgebieten vergisst: viele davon waren schon jahrelang in der Türkei. Alle davon sind durch sichere Staaten gezogen. Auch wenn es Dir persönlich missfällt: der Kriegsflüchtling bleibt nicht ein Leben lang ein Kriegsflüchtling. Wenn er erstmal in Sicherheit ist, dann sind seine nachfolgenden Wanderungen Wirtschaftsmigration.

Marcus am 6. Dezember 2015

Von rhetorischen Tricks zu sprechen ist wohl etwas zu viel der Ehre für Frau Petry. Was sie betreibt, ist bloße Rabulistik. Allerdings entlarvt sie sich damit doch selbst. Ob man den Diskussionsteilnehmern per se Unvermögen in der Debatte unterstellen sollte, wie hier geschehen, halte ich ebenfalls für nicht zielführend. Am Bildschirm sitzend, womöglich sich noch einmal eine Wiederholung anschauend, kann man leicht einen Katalog mit "sechs Tricks" zusammenstellen. Personen wie Petry brüllen halt ihre Gegenüber mangels Argumenten nieder. Das sollte die Erkenntnis sein - und allzu Abseitiges entzieht sich eben zupackender Kritik.

Majong am 6. Dezember 2015

Das Problem ist die Struktur der Medien. Da geht es längst nicht mehr um Argumente. Wer die argumentative Auseinandersetzung sucht, findet sie nicht im Fernsehen und kaum in der Presse (von wenigen Nischen abgesehen).

Das ist in diesem Forum oft gesagt, zum Beispiel (Somaro, Hugo):
- Die Schuld und Verantwortung liegt bei den Moderatoren. Von Redaktionsseite scheint vorgegeben, Hetze und Diffamierungen freien Lauf zu lassen, weil das Quote bringt.
- Hier will niemand vehement widersprechen und eine Gegenposition einnehmen. Im Grunde sind sich alle einig. Das mag keiner zugeben.

Warum sperren sich die an Medienpolitik Interessierten gegen den Kampfbegriff der "rechten Lügenpresse"? (Siehe nachdenkseiten.de und Albrecht Müller) Dieser Kampfbegriff beschreibt genau, um was es geht - zum Beispiel die Ausrichtung und Moderation der Plasberg-Sendung. Dieser Kampfbegriff will daran etwas ändern!

Zaunkoenigin am 6. Dezember 2015

LoMa

was für eine Frage :-O. Ich gehe doch davon aus, dass Sie den Artikel von Herrn Heunemann gelesen haben.

*@ Zaunkoenigin:
„Warum beklagen Sie ausgerechnet jetzt eine Unsitte die bei anderen (weniger „offiziell anrüchigen“ Politikern“) toleriert bzw. sogar akzeptiert wird?“

Welche Unsitte meinen Sie?
*

Zaunkoenigin am 6. Dezember 2015

Herr Heunemann,

*Wenn sie meine früheren Kommentare durchsehen, werden Sie sehen, dass ich wiederholt Talkshows und Politikerauftritte kritisiert habe – positiv wie negativ. Aber eine Frage: Selbst wenn andere Politiker ähnliche Taktiken versuchen (was ich nicht bestreite) und Sie das verwerflich finden, warum soll es dann bei Frauke Petry nicht verwerflich sein?Ist ein Lügner damit entschuldigt, dass andere lügen? (Nein, ich nenne Petry nicht eine Lügnerin, das ist eine Metapher bzw. Allegorie, keine Gleichsetzung)*

Sie stellen es dar, als ob es eine Besonderheit Petrys ist - und das ist es eben nicht, sondern inzwischen etwas, was von vielen praktikziert wird (um nicht zu sagen von fast allen). Da liegt der Hund begraben. Nicht, dass sie es an sich thematisieren.

Durch so etwas kommt übrigens der Begriff "Lügenpresse" zustande - wobei das natürlich keine Lüge ist, sondern einfach eine Darstellung die falschen Eindruck vermittelt.

Und um eines (vorsorglich, um nicht mit AfD-Sympathisant abgetan werden zu können) klar zu stellen.. ich mag Petry nicht, ich halte die derzeitige AfD nicht für wählbar. (Das sah ich mit Lucke anfangs noch etwas anders. Wobei ich auch das revidiert hätte nachdem mir bekannt wurde wie Lucke bezüglich TTIP gestimmt hat.) und dennoch bin ich der Meinung, dass Ihr Artikel etwas zum Ausdruck bringt, was eben nur die eine Seite der Medaille zeigt.

Zaunkoenigin am 6. Dezember 2015

@ Rob...

Danke! Sie haben es wunderbar auf den Punkt gebracht .. Man kann es nicht oft genug wiederholen. Diese Talkshows haben inzwischen quer durch die Bank den Charakter von Gladiatorenkämpfen ....

"Das römische Volk wird durch zwei Dinge friedvoll gehalten", berichtete Cornelius Fronto, der Lehrer des Kaisers Marcus Aurelius, "die Getreideversorgung und die Spiele".
Wie sieht das bei uns aus?

*
Rob 04.12.2015 - 13:08
.

@Falk Heunemann

Volle Zustimmung, Diskussionen sind wichtig, aber nicht nur für die Demokratie, sondern vielmehr in der Demokratie. Wir haben ja bereits das Recht zu diskutieren. Allerdings haben Macher solcher Talkshows immer auch Angst um schlechte Quoten und bringen daher gerne mal „zu viel“ an polarisierendem Theater und „Spannung“ rein. Wie gesagt, ich bin der Meinung, dass solche Talkshows der Demokratie eher unnütz sind, weil sie ja eher auf Krawall gehen (unterdrücktes Volk, kämpfe!!!) als auf konstruktive Diskussion. Demokratie als solche kann und darf auch mal „langweilig“ sein, das ist ja das tolle an ihr und ihren Freiheiten. Sie darf aber nicht für den einfachen und banalen unterhaltenden Sinn missbraucht werden. Das ist einfach nur Show und undemokratisch, vor allem, wenn immer nur die gleichen Leute eingeladen werden. Es sind ja gefühlt immer die gleichen Themen und die gleichen Leute, die dort reden. Da könnte man danach dann gleich Helene Fischer und den Musikantenstadt bringen, das ist dann auch nicht weniger Populistisch, aber genau so undemokratisch.*

Nachgedacht am 6. Dezember 2015

Frau Petry mag rhetorisch ganz gut ausgestattet sein. Dies ändert nichts an der, für jeden reflektierenden Menschen erkennbaren, Tatsache, dass diese Frau eine Bilderbuchversagerin ist, die auf den Zug der intellektuellen Fremdenfeindlichkeit aufgesprungen ist um Ihre in den letzten Jahren leidende Gier nach Macht, Bedeutung und Anerkennung auf ein höheres Level zu bringen. Die Intelligenz dieser Frau ist nicht in Frage zu stellen, nach ihrem Anstand sucht man jedoch vergebens. Ich finde es wichtig hervorzuheben, dass es sich bei denen die mit der AFD sympathisieren um jene Menschen handelt, die nicht in der Lage sind zu differenzieren bzw. sich mehrseitig zu informieren oder eben die, die aufgrund ihres eigenen Versagens, Angst und Hassgedanken aufnehmen um jemanden anderen die Schuld dafür aufzutragen. Für eben diese Leute hat sie in der Talkshow geglänzt und die Bewunderung ihr gegebenüber wäre nicht geringer ausgefallen, hätte sie nur 5 Minuten Sprechzeit eingenommen, da eben dieser Schlag von einstirnigen Menschen nicht in der Lage ist zu Reflektieren und keine anderen Meinungen zulässt.

LoMa am 7. Dezember 2015

@ Hermann Peter:
"An LoMa,
leider haben Sie nur sehr geringfügige Argumente – und selbst diese sind Ihnen anscheinend ausgegangen. Auch haben Sie nicht beantwortet, ob Sie Antifaanhänger sind und somit Gewalt gegen Andersdenkende gutheissen. Schade!"

Ich weiß grad nicht genau, warum sie diesen persönlichen Ausfall starten. Es war Wochenende und ich hatte zu tun. Wetter war ganz okay, rausgehen und so, Freunde treffen, so einfach ist das.

"An LoMa, auf Ihre Frage nach der Fairness: Ich fände es zum Beispiel fair, wenn Gaststättenbetreiber nicht bedroht werden, falls sie ihre Räume einer Parteiveranstaltung zur Verfügung stellen. Sie nicht? Dann wären Sie evtl. Anhänger der Antifa? Das wäre sehr bedauerlich."

Ja klar, sollten Gewerbetreibende nicht bedroht werden. Allerdings galt meine Frage der Behandlung von Seiten der Presse aus. Das war doch aus dem Kontext auch recht verständlich.
Die Bedrohung in dem Fall, auf den sie anspielen, lief übrigens auf folgendes hinaus: "Am Mittwoch fand sie ein Transparent mit der Aufschrift „Wer sich die AfD ins Haus holt, dem steigen wir aufs Dach“ am Zaun vor." (Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/nach-absage-der-gegendemo-zur-afd-veranstaltung-in-wiesbaden-neue-kundgebung-angemeldet-unbekannte-drohen-wirtin-der-gaststaette_16432244.htm). Aber vielleicht meinen Sie ja auch eine andere AfD Veranstaltung.

LoMa am 7. Dezember 2015

@Zaunkoenigin: Ich hab den Artikel gelesen und sehe dort 6 Unsitten. Daher meine Frage: Welche Unsitte meinen Sie?

Monkhansen am 7. Dezember 2015

Ist unsre Ostkanzlerin denn besser. Erst alle rein lassen wollen um dann mit Erdoğan Bruderschaft zu trinken.
Wie pervers ist dann denn???

Zaunkoenigin am 8. Dezember 2015

*
LoMa 07.12.2015 - 13:09
.

@Zaunkoenigin: Ich hab den Artikel gelesen und sehe dort 6 Unsitten. Daher meine Frage: Welche Unsitte meinen Sie?
*
LoMa, ich erlebe es so, dass das alles zusammen praktiziert wird .. deshalb wird das von mir untrennbar als eine Unsitte wahrgenommen. Aber das ist Haarspalterei.

Ramona Kuhla am 8. Dezember 2015

Es ist schon bemerkenswert, dass Frauke Petry, was immer sie tut oder redet, den Widerspruch der AfD-Gegner hervorruft. Einerseits ist das ja gut, weil das eine Demokratie belebt. Andererseits ist es unfair, gerade weil sie eine geschickte Rhetorik und eine hervorragend ausgebildete Frau mit einer hervorragenden Vita ist, zu diffamieren. Und sie kommt auch da glänzend weg. Ist es Neid der anwesenden Gäste, dass sie so wenig punkten konnten? Mascolo ist weder beim Spiegel noch sonst herausragend in Erscheinung getreten. Er war in der Plasbergsendung unsicher und auch seine Argumente nicht besonders herausragend. Lenders konnte man als Platzhalter bezeichnen, Pistorius war einfach nur aggressiv und für einen Politiker unklug und somit auch nicht sehr sympathisch. Er ärgerte sich maßlos, dass seine Argumente von Frau Dr. Petry so gnadenlos und locker freundlich lächelnd auseinandergenommen wurden. Sie hatte,im Gegensatz zu den anderen Protagonisten, keine Scheu, Stellung zu beziehen. Sie punktete in allen Richtungen und das macht natürlich auch neidig. Man kann gut mit Gegnern umgehen, die deutlich schwächer sind. Die AfD müssen die Altparteien fürchten und da ist jedes Mittel recht, auch wenn es demokratiefeindlich ist, diesen Gegner zu dikreditieren. Medien und einzelnen Journalisten pfeifen auf der Merkel-Flöte, aus Angst um ihre Gunst und daraus folgernd, auch Pfründe. Mit Demokratie hat das nichts, aber auch gar nichts zutun. Mir hat die Sendung enormen Spaß gemacht, schon weil es im politischen Alltag selten ist, eine solch hübsche, wortgewandte und sichere Politikerin wie Frauke Pauly zu erleben. Sie lässt nicht nur Herrn Pistorius alt aussehen!

LoMa am 9. Dezember 2015

@ Zaunkoenigin:

"LoMa, ich erlebe es so, dass das alles zusammen praktiziert wird .. deshalb wird das von mir untrennbar als eine Unsitte wahrgenommen. Aber das ist Haarspalterei."

Wow, Punkt 2, 3 und 4 innerhalb von zwei Sätzen zusammengefasst. Ist ihr Beitrag Satire?

Zaunkoenigin am 9. Dezember 2015

LoMa.... ich habe die Befürchtung, dass Sie ein kleines Problem mit der deutschen Sprache haben.

LoMa am 9. Dezember 2015

@ Zaunkoenigin:
Das kann natürlich nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Meine Interpretation sieht in Ihrer Aussage einmal Punkt 2 erfüllt (Die anderen haben aber auch…), denn der Ausgangspunkt unseres Dialogs war ja Ihr Postulat "Warum beklagen Sie ausgerechnet jetzt eine Unsitte die bei anderen (weniger „offiziell anrüchigen“ Politikern“) toleriert bzw. sogar akzeptiert wird?"; dann Punkt 3 (Das Thema ist kein Thema.): Auf meine Frage, welche Unsitte von den vorgestellten Rhetoriktricks Petrys Sie denn meine, beantworten sie mit: "LoMa, ich erlebe es so, dass das alles zusammen praktiziert wird .. deshalb wird das von mir untrennbar als eine Unsitte wahrgenommen." Und das Beste zum Schluss: "Aber das ist Haarspalterei." ist 1:1 Punkt 4 (Die angeblich falschen Begrifflichkeiten.)
Wie haben Sie es denn gemeint?

Zaunkoenigin am 10. Dezember 2015

LoMa.. Sie würfeln soviel durcheinander, dass es mir schlicht und einfach zu lästig und nicht der Mühe Wert ist, das zu sortieren und mein Posting zu verargumentieren.

Nennen Sie es Faulheit .. nennen Sie es Kneifen.. ich mag nicht.

Schönen Tag noch.

Peter Friedrich am 10. Dezember 2015

Sehr gut beobachtet und beschrieben, Herr Heunemann, danke!

Womit ich allerdings überfordert bin ist der Vergleich Petrys mit Oskar Lafontaine?!?
"... dass die „Neoliberalen“ versuchen würden, beschönigende Begriffe wie „Freisetzung“ zu etablieren, wenn sie Entlassungen meinen. ..." - Was nur ist an diesem Vorwurf falsch?

Schöne Grüße
Peter Friedrich

jens am 15. Februar 2016

Frau Petry hat noch weitere Asse im Ärmel

Bei einem kritischen Argument tut sie so als, höre sie interessiert zu, passt ihr dieses Argument nicht, passiert folgendes

1,) sie grinst dümmlich
2.) schüttelt verachtend und unmerklich den Kopf und
3.) fängt an zu reden, holt dabei aber nicht Luft, JEDES Satzende, geht nahtlos
in einen weiteren Satz über.

Frau Petry muss irgendwo einen Motor versteckt haben, der Ihren Stimmbänder mit Luft versorgt, Wie man ja auch bei Goebbels vermutet hat, er träge ein kleines E-Werk in seinem Fuß.
Frau Petry hat keine Diskussionskultur.

peter schmidtke am 30. März 2016

"Petry versteht es, das deutsche Talkshow-Format gnadenlos für sich auszunutzen, bei dem zu viele Personen eingeladen werden, die alle zu Wort kommen wollen. Bei nur einem Diskussionsgegner – erst recht wenn es ein gut vorbereiteter, recherchierender Journalist wäre – gelänge ihr sicher das nicht."
Nun damit haben Sie lieber Autor das inzwischen berühmte Tim Sebastian Interview treffend im vorhinein beschrieben. :)