Und Gottschalk ermittelt in Jülich

Von Thomas Schmoll am 9. Dezember 2015

Die ARD melkt ihre letzte Quoten-Kuh. Nun darf auch Harald Schmidt im „Tatort“ mitwirken. Statt in neue Formate und Autorentalente zu investieren, fließen Spitzengagen an Darsteller. Dabei steht fest: Stars allein bringen’s nicht.

„Wie geht’s?“, fragt „Tatort“-Kommissarin Anna Janneke ihren Kollegen Paul Brix. Der antwortet: „Sie leben, Jule lebt. Das zählt. Gut.“ Kein moralisch hochstehendes Gerede über Oh-wie-soll-ich-nun-weiterleben-Gewissensbisse und die Erwartung künftiger Sitzungen beim Psychologen, sondern ein ehrliches, glaubwürdiges Bekenntnis: Kollegin lebt, Geiselopfer lebt, und auch ich, der Kommissar, kann mit dem tödlichen Schuss in Notwehr auf eine durchgeknallte, überführte Mörderin leben. Der Zuschauer atmet auf ob dieser nachvollziehbaren Einstellung zum Leben und zum Tod, so grausam das Ende für die Getötete auch ist.

So endet der erste, sehr gelungene Frankfurter „Tatort“ mit dem Schauspielerteam Margarita Broich und Wolfram Koch, die auf das Team um Miesepeter Frank Steier (Joachim Król) und seine Partnerin Conny Mey (Nina Kunzendorf) folgten.

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