Viel Konsum = Rezession?

Von André Kühnlenz am 14. Dezember 2015

Die deutsche Konjunktur wird derzeit vor allem vom privaten Konsum getrieben. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass dies meist der Fall war, wenn die Wirtschaft ansonsten in einer Flaute steckte.

Wer sich dieser Tage die Prognosen für das nächste Jahr anschaut, stößt immer wieder auf schöne Aussagen über die tolle Binnennachfrage, die das Wachstum in Deutschland stützen sollte, womit die Konjunktur weiterhin aufwärtsgerichtet bleibt. So lesen wir bei der Bundesbank aus Frankfurt-Bockenheim folgenden Satz ihres Präsidenten Jens Weidmann: „Treibende Faktoren sind hierbei die günstige Arbeitsmarktlage und die kräftigen Zuwächse der realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte.“

Unsere Gewerkschaftsfreunde vom IMK in Düsseldorf schrieben (pdf) bereits rund zwei Monate zuvor: „Dabei wird verstärkt die Binnennachfrage für ein stabiles Wachstum sorgen. Insbesondere werden die privaten Konsumausgaben – bei abermals deutlich steigenden Realeinkommen sowie der weiterhin positiven Arbeitsmarktentwicklung – einen maßgeblichen Beitrag leisten.“

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Zaunkoenigin am 15. Dezember 2015

Die Investitionen der Länder und Kommunen steigen zwangsläufig durch die Flüchtlingskrise. Von 5-6 Milliarden war die Rede. Wenn das mal ausreicht.
Wir benötigen im nächsten Jahr daher die privaten Konsumausgaben nicht zwingend um die Wirtschaft zu stützen. Na ja, man kann dann deren Ausgaben auch unter "privat" einordnen" - was so aber nicht zutreffend wäre.

Manchmal frage ich mich, ob das Merkels Ziel war. (aber nur ganz leise)

PS: die Grafik hat mich verblüfft